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    Kanton Bern: Informatikkosten steigen auf 488,8 Millionen Franken

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    Die Rahmenkredite für Fach- und Konzernapplikationen im Kanton Bern steigen für 2027–2029 um rund 17 Prozent. Die Finanzkommission verlangt mehr Transparenz.

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    Gemeindeverwaltung (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Die Rahmenkredite für Fach- und Konzernapplikationen der Kantonsverwaltung steigen für die Jahre 2027–2029 gegenüber der laufenden Dreijahresperiode um rund 17 Prozent auf insgesamt 488,8 Millionen Franken. Die Finanzkommission des Grossen Rates hat die Kreditvorlagen vorberaten. Angesichts der weiterhin steigenden Informatikausgaben misst sie der gesamtkantonalen Steuerung, der Transparenz über die Informatikvorhaben und der direktionsübergreifenden Zusammenarbeit besondere Bedeutung bei.

    Während das Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern (KAIO) die Informatik-Grundversorgung der Kantonsverwaltung gewährleistet, ist die Verantwortung für die Fach- und Konzernapplikationen weiterhin dezentral organisiert. Alle drei Jahre unterbreiten die Staatskanzlei, die Direktionen und die Justiz dem Grossen Rat je einen Rahmenkredit für ihre Fach- und Konzernapplikationen. Die Kantonspolizei geniesst in der Informatik aus betrieblichen Gründen hohe Autonomie, weshalb sie dem Grossen Rat einen eigenen Kreditantrag unterbreitet.

    Informatikkosten steigen weiter an

    Insgesamt beantragt die Kantonsverwaltung für die Jahre 2027–2029 Mittel in der Höhe von 488,8 Millionen Franken. Damit liegen die beantragten Kredite um 102,3 Millionen Franken beziehungsweise 16,9 Prozent über der laufenden Dreijahresperiode (386,5 Millionen Franken). Bereits in der letzten Periode war ein deutlicher Kostenanstieg zu verzeichnen.

    Die grösste absolute Zunahme verzeichnet die Finanzdirektion mit rund 49,7 Millionen Franken (+67,1 Prozent), gefolgt von der Kantonspolizei mit rund 24,1 Millionen Franken (+24,5 Prozent). Die Steigerung bei der Finanzdirektion ist auf die höheren Betriebskosten von SAP in der Finanzverwaltung und grössere Digitalisierungsvorhaben bei der Steuerverwaltung zurückzuführen. Die Kantonspolizei verzeichnet Kostensteigerungen im Bereich der Basisinfrastruktur und aufgrund der Übernahme der MS-Office-Lizenzen vom KAIO.

    Prozentual besonders stark steigt der Kredit der Staatskanzlei (+119,0 Prozent). Sie verantwortet die Umsetzung der KI-Stossrichtung der kantonalen Strategie Digitale Verwaltung und ICT. Demgegenüber fallen die beantragten Mittel bei drei Direktionen (WEU, GSI und BKD) tiefer aus als in der laufenden Periode.

    Transparenz verbessern, Kostenbewusstsein stärken

    Zu den ICT-Rahmenkrediten für Fach- und Konzernapplikationen gibt es verschiedene Auflagen. Drei davon hat der Grosse Rat bereits mit der Beratung der ICT-Rahmenkredite für die Jahre 2024–2026 verabschiedet. Sie hatten zum Ziel, die Transparenz über laufende Vorhaben und die Zusammenarbeit zu verbessern.

    Diese Auflagen haben sich bewährt und werden weitergeführt. Mit einer weiteren, neuen Auflage will die FiKo im Fall von unterschiedlichen Einschätzungen zu Weiterentwicklungen und neuen Vorhaben die Zusammenarbeit der Direktionen und der Staatskanzlei mit dem KAIO präziser regeln. Insgesamt wird die Rolle der Konferenz Digitale Verwaltung und Informatik (KDI) gestärkt, in der alle Direktionen, das KAIO und die Kantonspolizei vertreten sind.

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