Bern: Neues Busterminal im Neufeld rückt näher
Die Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün unterstützt das Busterminal im Neufeld in Bern samt Projektierungskredit von 2,5 Millionen Franken.

Nach Jahren mit einem unbefriedigenden Provisorium soll Bern ein neues Fern- und Reisebusterminal im Neufeld erhalten. Gleichzeitig will die Stadt für den Reisebusverkehr ein neues Regime einführen und die Innenstadt vom Reisebusverkehr entlasten. Die Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) unterstützt die Vorlagen und legt mit ihren Anträgen an den Stadtrat zusätzlich ein besonderes Gewicht auf Sicherheit, Aufenthaltsqualität, Nutzendenfreundlichkeit und Nachhaltigkeit des Terminalprojekts.
Die Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) hat die Vorlagen zum künftigen Fern- und Reisebusterminal im Neufeld sowie zur Neuordnung des Reisebusverkehrs an ihren letzten Sitzungen vorberaten.
Zonenplanänderung und Projektierungskredit Terminal Neufeld
Die PVS begrüsst den geplanten Ersatz des langjährigen Provisoriums durch ein zeitgemässes Fern- und Reisebusterminal. Das neue Terminal im Neufeld soll die heute unbefriedigende Situation für Reisende, Busfahrende und Busunternehmen verbessern. Die Kommission empfiehlt dem Stadtrat, die dafür notwendige Zonenplanänderung sowie den Projektierungskredit von 2,5 Millionen Franken für den Neubau zu genehmigen.
Gleichzeitig verabschiedete sie zuhanden des Stadtrats verschiedene Anträge für die weitere Projektierung des Terminals.
Mit ihren Anträgen legt die Kommission besonderes Gewicht auf die Nutzendenfreundlichkeit, Sicherheit und Zugänglichkeit des Terminals. Die Bedürfnisse von Reisenden und Chauffeurinnen und Chauffeure sollen im weiteren Planungsprozess direkt erhoben und berücksichtigt werden. Zudem fordert die PVS, dass die Barrierefreiheit für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen möglichst umfassend geprüft und von Beginn an in die Planung einbezogen wird.
Weiter sollen für Chauffeurinnen und Chauffeure ausreichende Aufenthalts- und Betriebseinrichtungen wie Sanitäranlagen, Ruheräume oder Infrastruktur für den Fahrzeugbetrieb vorgesehen werden. Schliesslich erwartet sie, dass im Baukredit transparent ausgewiesen wird, mit welchen Massnahmen das Sicherheitsgefühl am neuen Terminal gestärkt werden soll.
Die PVS beantragt genügend Kiss-&-Ride-Parkplätze im Umfeld des Terminals sicherzustellen. Damit soll den Bedürfnissen von Reisenden Rechnung getragen und gleichzeitig zusätzlicher Suchverkehr im Quartier vermieden werden. Darüber hinaus fordert die Kommission die Prüfung von zusätzlichen, möglichst überdachten Veloparkplätzen sowie einer Elektroladestation für Reisebusse.
Strategische Ziele des Reisebusregimes:
Auch die vorgesehene Neuordnung des Reisebusverkehrs der Stadt unterstützt die PVS. Das neue Reisebusregime schafft bereits vor der Inbetriebnahme des Fern- und Reisebusterminals klarere Regeln für das Halten und Parkieren von Reisebussen. Die Kommission erachtet die bessere Lenkung des Reisebusverkehrs als wichtigen Beitrag zur Entlastung der Innenstadt und zu einer geordneten Nutzung der Infrastruktur.
Gleichzeitig ermöglicht das neue Regime, bereits frühzeitig Erfahrungen für den späteren Betrieb des Fern- und Reisebusterminals zu sammeln.
Die Kommission beantragt dem Stadtrat, die strategischen Ziele des neuen Regimes positiv zur Kenntnis zu nehmen.
Drei Vorlagen im Stadtrat
Der Stadtrat wird die drei Vorlagen an einer seiner nächsten Sitzungen beraten.
Er entscheidet über den Projektierungskredit von rund 2,5 Millionen Franken. Der Stadtrat nimmt auch die Strategie und Ziele des neuen Reisebusregimes zur Kenntnis. Für die Realisierung des Terminals sind Anpassungen der baurechtlichen Grundlagen erforderlich.
Die entsprechende Zonenplanänderung wird nach der Genehmigung im Stadtrat der Berner Stimmbevölkerung zum Entscheid vorgelegt.
Langjährige politische Forderungen werden umgesetzt
Im Zusammenhang mit den Vorlagen hat die PVS die Motionen «Car-Terminal Neufeld erfüllt die Ansprüche der Reisenden nicht und muss dringend den heutigen Bedürfnissen entsprechend saniert werden» sowie «Vorwärts mit einem Car-Terminal auf Stadtgebiet» behandelt. Die Kommission stellt fest, dass die zentralen Anliegen dieser Vorstösse mit den nun vorliegenden Geschäften aufgenommen und umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die PVS die Abschreibung beider Motionen beschlossen.
Zum Ganzen siehe auch: Fern- und Reisebusterminal Neufeld: Änderung des Zonenplans und Teilrevision der Bauordnung







