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    Gute ZVV-Bilanz wird von Coronavirus durchkreuzt

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Das Defizit des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) ist im Jahr 2019 weniger stark gestiegen als angenommen. Dank steigenden Fahrgastzahlen wuchs es «nur» auf 320 Millionen statt wie budgetiert auf 350 Millionen Franken. Das Coronavirus macht der positiven Entwicklung nun einen Strich durch die Rechnung.

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    Logo des ZVV auf der Türe eines Zug-Wagons. - Keystone

    674 Millionen Passagiere zählte der ZVV im vergangenen Jahr. Verglichen mit 2019 ist dies ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Dieser Zuwachs sei verglichen mit den Jahren davor überdurchschnittlich, teilte der ZVV am Mittwoch mit. Die S-Bahnen beförderten 215 Millionen Leute, die Regionalbusse 120 Millionen.

    Weil der Fahrplan vielerorts verdichtet wurde, fielen 2019 zwar auch höhere Kosten an. Diese hätten dank der steigenden Passagierzahlen aber fast vollständig ausgeglichen werden können. Das Defizit sei deshalb nur leicht gestiegen, von 306 Millionen auf 320 Millionen Franken. Budgetiert war ein Loch in der Kasse von 350 Millionen. Der Kostendeckungsgrad blieb stabil bei 69 Prozent.

    Diese positive Entwicklung wurde durch das Coronavirus bekanntlich jäh gestoppt. Die Nachfrage im ÖV brach für Wochen um bis zu 80 Prozent ein. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen stürzten entsprechend ab. Seit den Lockerungsschritten würden sich die Zahlen erholen, aber nur langsam, schreibt der ZVV.

    Die Nachfrage beträgt aktuell nur 60 bis 75 Prozent der regulären Werte. Die höchste Auslastung haben die Städte Zürich und Winterthur. Finanzielle Prognosen will der ZVV für das laufende Jahr nicht machen. Es sei aber sicher, dass sich das Defizit erhöhe.

    Von Reserven zehren kann der ZVV nicht, weil er als unselbständige Anstalt keine anlegen darf. Wer das Defizit in welchem Ausmass begleicht, ist noch nicht abschliessend geklärt.

    In «normalen» Jahren wird das Defizit je zur Hälfte mit Steuergeldern von Kanton und Gemeinden beglichen. Der Bund kündigte vor einigen Wochen an, sich an den ÖV-Verlusten zu beteiligen.

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