Fernwärme wird im Kanton Basel-Stadt per 1. Januar 2022 doch nicht teurer. Die Basler Regierung hat ihren Entscheid aufgehoben. Grund ist ein Verfahrensfehler bei der Tarifgenehmigung.
Fernwärmeleitungen
Fernwärmeleitungen - dpa/AFP/Archiv

Die Basler Regierung habe ihren Entscheid vom 14. Dezember zur Genehmigung der Tarifanpassung aufgehoben, da im Tariffestsetzungsverfahren die Empfehlung des Preisüberwachers noch nicht vorgelegen sei, teilten die Industriellen Werke Basel (IWB) am Mittwoch mit.

Die Regierung werde «unter Würdigung der Empfehlung des Preisüberwachers» einen neuen Entscheid fällen. Die Empfehlung des Preisüberwachers ist gemäss Mitteilung nicht bindend für die Exekutive. Die IWB hatten vergangene Woche eine Anpassung der Fernwärmetarife um 1,1 Rappen pro Kilowattstunde angekündigt, die von der Basler Regierung abgesegnet worden war.

Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans hatte die Basler Regierung nach der angekündigten Preiserhöhung für Fernwärme kritisiert. Er sagte am Montag in einem Beitrag des Regionaljournals Basel von SRF, dass die Regierung diese Erhöhung zuerst hätte dem Preisüberwache vorlegen müssen.

Bei der angekündigten Preiserhöhung des Gastarifes im Durchschnitt rund 25 Prozent per 1. Januar 2022, die ebenfalls letzte Woche mitgeteilt wurde, hat die Regierung die Empfehlungen des Preisüberwachers hingegen berücksichtigt.

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