Bauern

    Zu viel Milch, zu wenig Gewinn – Bauern unter Druck

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Obwalden,

    Die Schweizer Milchwirtschaft steht unter Druck: Die Überproduktion von Milch stösst an die Grenzen der Verarbeitungskapazitäten.

    Milch, Müsli, Frühstück
    In der Schweiz gibt es derzeit zu viel Milch auf dem Markt. (Symbolbild) - depositphotos

    Die Schweizer Milchbauern stecken in einer schwierigen Lage. Im Dezember 2025 lagen die Einlieferungen bis zu 10 Prozent über dem Vorjahr.

    Die Branchenorganisation Milch warnt bereits vor einer dramatischen Überproduktion. Die Verarbeitungsbetriebe können die Mengen kaum noch bewältigen, schreibt der «Schweizer Bauer».

    Trinkst du Kuhmilch?

    Zusätzlich fliesst Überschussmilch aus der gewerblichen Käseproduktion in den Markt, meldet die Branchenorganisation Milch.

    Überproduktion der Milch trifft Schweizer Milchbauern: Preise unter Druck

    Die Lager der Verarbeiter sind mittlerweile voll. Zudem müssen dringende Revisionsarbeiten in den Betrieben durchgeführt werden, wie der «Schweizer Bauer» schreibt.

    Als Folge reagiert auch der Markt. Der A-Richtpreis für Kuhmilch soll laut dem «SRF» ab Februar 2026 auf 78 Rappen pro Kilogramm sinken.

    Experten führen die Überproduktion vor allem auf die gute Futterqualität und die hohe Leistungsfähigkeit der Kühe zurück. Ein Sommer mit hervorragenden Wetterbedingungen lieferte reichhaltiges, qualitativ hochwertiges Futter, das die Milchproduktion deutlich steigerte.

    Branchenorganisation Milch fordert Unterstützung vom Detailhandel

    Für Übermengen ab 105 Prozent der Vorjahresmenge drohen Preise unter 20 Rappen. Diese drastische Massnahme soll bis Ende Mai 2026 gelten, berichtet der «Schweizer Bauer» weiter.

    Kühe und Milch
    Momentan türmt sich in der Schweiz Milch im Überfluss auf. (Symbolbild) - depositphotos

    Die Branchenorganisation Milch appelliert auch an den Detailhandel. Discounter sollen mehr Schweizer Milchprodukte ins Sortiment nehmen.

    Ziel ist es, die heimische Landwirtschaft in der aktuellen Krise zu unterstützen. Gleichzeitig sollen diese Massnahmen den Markt entlasten und einen noch stärkeren Preisverfall verhindern.

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    Kommentare

    User #3859 (nicht angemeldet)

    Milch stinkt. Bääääää

    User #4398 (nicht angemeldet)

    Die Bedingungen, der Markt haben sich geändert. Wie die Industrie oder jedes KMU müssen sich auch die Bauern an dir neuen Gegenheiten anpassen. Jammern nützt nichts.

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