Migros

    Fairer Milchpreis: Bündnis zeigt mit dem Finger auf die Migros

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Bündnis für faire Milchpreise kritisiert die Migros für nicht kostendeckende Zahlungen.

    Milchpreis
    Das Bündnis für faire Milchpreise fordert eine Rückkehr zu kostendeckender Milchproduktion. (Symbolbild) - dpa

    Das Bündnis für einen fairen Milchpreis verlangt die Rückkehr zu einer kostendeckenden Milchproduktion. Im Fokus hat sie den Grossverteiler Migros. Die Migros bezahle einen Milchpreis, der die Gestehungskosten der Landwirtschaft nicht decke, lautet der Vorwurf.

    Damit trage der Detailhändler zum Bauernhofsterben bei, machte das Bündnis am Montag vor den Medien in Bern geltend. Die landwirtschaftliche Beratungszentrale der kantonalen Fachstellen (Agridea) beziffere den kostendeckenden Preis für ein Kilo Milch auf 98 Rappen. Die Migros zahle rund 79 Rappen.

    Das sei ungenügend und trage zum Verschwinden der Milchwirtschaftsbetriebe im Land bei. Tatsächlich zählte die Schweiz 2000 noch 39'900 Höfe mit Milchproduktion. 2024 war diese Zahl auf 16'600 gesunken.

    Das Bündnis rief in Erinnerung, dass die Migros 2021 Milch zu nachhaltigen Preisen in ihr Sortiment aufgenommen hatte. Dass dieses Angebot nicht auf Nachfrage stiess, bestritten die Verfechter fairer Milchpreise. Dabei seien rund 370'000 Liter pro Jahr abgesetzt worden.

    Warnung: Schweiz könnte Milch-Selbstversorgung verlieren

    Den Aufruf zu fairen Milchpreisen unterstützen Konsumentenorganisationen und Parlamentsmitglieder. Für sie steht die Gefahr im Raum, dass die Schweiz die Selbstversorgung mit Milch verlieren könnte.

    Die Migros wies die Vorwürfe zurück. Ihr Milchverarbeiter Elsa zahle überdurchschnittliche Preise. Das sei Exponenten des Bündnisses bekannt. Elsa orientiere sich an den Richtpreisen der Branchenorganisation Milch.

    Die Migros wollte zudem über die gesamte Produktepalette der Landwirtschaft konkurrenzfähige Preise zahlen und nicht nur an die Milchbauern. Und bei der preislich nachhaltigen Milch habe ein Nachfragemangel bestanden.

    Die Preissensibilität der Kundschaft sei im aktuellen Konkurrenzumfeld noch gestiegen, namentlich auch im Zusammenhang mit dem Einkaufstourismus.

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    Kommentare

    User #4549 (nicht angemeldet)

    Das waren Preis vor gut 50 Jahren, die, die Landwirtschaft damals erhalten habe, in der zwischen Zeit haben wir heute eine Teuerung von Wieviel. 200, 300 oder gar 400 % Mit der Migros geht's nur noch Bachab!

    User #1756 (nicht angemeldet)

    Fsirer Milchpreis für alle nur der Konsument wird gerupft mit unfairen Preisen.

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