Wohnraumkrise in der EU: Parlament will Bau ankurbeln
Das Europäische Parlament fordert Massnahmen wie weniger Bürokratie und steuerliche Anreize, um gegen Wohnungsmangel in Europa vorzugehen. In einer – rechtlich nicht bindenden – Resolution sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten in Strassburg für einen Plan gegen die Wohnungskrise aus.

Die Resolution sieht Vereinfachungen für Baugenehmigungen vor: Sie sollten innerhalb von 60 Tagen erteilt werden, schlugen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor. Ausserdem sprachen sie sich für einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz auf die Bereitstellung und den Bau von Wohnraum aus.
Das Parlament verurteilte laut Mitteilung darüber hinaus die illegale Besetzung von Häusern und fordert strengere Massnahmen zum Schutz der Eigentümer.
Angesichts hoher Wohnkosten hatte die Europäische Kommission im Dezember einen Plan gegen die Wohnungskrise vorgelegt. Wohnen ist primär Sache der EU-Länder.
Die Kommission plant, lokalen Behörden Massnahmen zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen an die Hand zu geben. Die Brüsseler Behörde will ausserdem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Renovierungen anschieben.














