Schweizer Sporttechnologie-Branche setzt Milliarden um
Die Schweizer Sporttechnologie-Branche umfasst mehr als 400 Unternehmen, erzielt schätzungsweise acht Milliarden Franken Umsatz und bietet rund 17'000 Vollzeitstellen. Damit ist sie ähnlich gross wie die Biotech-Industrie. Das zeigt der erste Swiss SportsTech Report, den Swiss Olympic in Auftrag gegeben hat.

Zur Branche zählen Unternehmen, die Produkte, Materialien, Verfahren, Plattformen oder Dienstleistungen speziell für den Sport entwickeln oder bestehende Lösungen an dessen Bedürfnisse anpassen. Trotz der starken Forschungs- und Industriestandorte in der Schweiz ist die Branche bisher wenig sichtbar, wie es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht heisst.
Die Autoren des Berichts empfehlen deshalb, eine nationale Sportstech-Organisation zu prüfen. Diese soll die Zusammenarbeit zwischen Sport und Wirtschaft stärken, die Branche international sichtbarer machen und zusätzliches Wachstumskapital mobilisieren.
Das Potenzial ist laut der Studie gross: 88 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden zwei Jahren mit steigenden Umsätzen. Für die Schweiz als Wirtschaftsstandort sei der Bereich eine grosse Chance: «Sie kann neue Märkte erschliessen, Innovationen vorantreiben und zugleich ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und ihren Spitzensport stärken», wird Co-Autor Mike Kurt zitiert.
Der Report wurde von Swiss Olympic gemeinsam mit den Beratungsunternehmen PwC Schweiz und Generis erarbeitet. Eine «breite Allianz» aus Sport, Industrie sowie Wirtschafts- und Standortförderung habe das Projekt angestossen. Die Studie erfasst erstmals systematisch die Grösse, die Akteure und die Bedürfnisse der Schweizer Sporttechnologie-Branche.










