Waymo startet Robotaxis in Deutschland - erster Vorstoss in die EU
Der US-Robotaxi-Anbieter Waymo will nach Europa expandieren. Die Alphabet-Tochter will im kommenden Jahr erste selbstfahrende Taxis in München auf die Strasse bringen, wie sie am Dienstag mitteilte. Es ist der erste Vorstoss des Unternehmens in die EU.

In den kommenden Wochen will Waymo zunächst die Strassen der bayerischen Landeshauptstadt kartieren. Zudem sind Testfahrten mit speziell geschulten Fahrern am Steuer geplant. Ein kommerzieller Fahrdienst für die Öffentlichkeit soll Ende 2027 starten.
Waymo betreibt bereits Robotaxis in mehreren US-Städten und treibt seine internationale Expansion voran. Noch in diesem Jahr sind unter anderem Aktivitäten in London und Tokio geplant. Im Februar hatte das Unternehmen 16 Milliarden Dollar an frischem Kapital aufgenommen.
«München ist ein führender Standort für Mobilität und Ingenieurswesen. Unsere Präsenz in der Stadt ist ein wichtiger Schritt bei unserer weltweiten Expansion», sagte Waymo-Co-Chefin Tekedra Mawakana.
Bayerns Staatsminister Florian Herrmann bezeichnete autonomes Fahren als Schlüsseltechnologie für die Zukunft der Mobilität und den Wandel der Autoindustrie. Bayern gilt mit BMW und zahlreichen Zulieferern als eine Hochburg der deutschen Autobranche.
Diese steckt derzeit in einer tiefen Krise. Neben der starken Konkurrenz aus China belasten der schwierige Umstieg auf Elektroautos und die schwache Nachfrage.
Europa hinkt beim Einsatz von Robotaxis bislang den USA und China hinterher. Mehrere chinesische und amerikanische Unternehmen haben inzwischen Tests in europäischen Städten angekündigt, darunter in London und Madrid sowie in Kroatien.














