Auflösung der kurdischen SDF in Syrien vollzogen
Die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben im Zuge der Reformen in dem vom Bürgerkrieg zersplitterten Land ihre Eingliederung in die syrischen staatlichen Institutionen vollzogen. Der Kommandeur des Militärbündnisses, Maslum Abdi, gab nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Damaskus die Auflösung der lange im Norden und Nordosten Syriens aktiven Gruppe bekannt.

Auch die kurdische Selbstverwaltungsbehörde werde aufgelöst und eingegliedert. Die Mission der SDF sei beendet und die Gruppe gehe «von der Phase der Verteidigung in die Phase des Aufbaus Syriens» über, sagte Abdi in einer Mitteilung.
Die SDF und die Übergangsregierung in Syrien hatten im Januar nach Gefechten ein umfassendes Waffenstillstandsabkommen geschlossen und einen Fahrplan für die Eingliederung der SDF festgelegt. Die nun vollzogene Vereinbarung stellt einen bedeutenden Schritt zur Beendigung der militärischen und administrativen Selbstverwaltung dar, die von den kurdisch geführten Behörden in Teilen Nordostsyriens aufrechterhalten wurde.
Die SDF wurden offiziell im Oktober 2015 gegründet und entwickelten sich zur wichtigsten, von den USA unterstützten Streitmacht im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Türkei betrachtete die SDF wiederum als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und führte regelmässig militärische Operationen gegen sie durch. Eine wichtige Rolle spielte das Militärbündnis für das Selbstverständnis der über mehrere Länder verstreuten Kurden.
Abdi erklärte, die kurdische Seite habe al-Scharaa um eine offene Haltung in Bezug auf das Recht auf Bildung in der Muttersprache gebeten. Al-Scharaa will Syrien nach dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad neu ordnen und alle Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen.














