Flughafen Zürich

    Pünktlichkeit am Flughafen Zürich ist besser geworden

    Keystone-SDA
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    Pfnüselküste,

    Die Pünktlichkeit am Flughafen Zürich ist in der Hochsaison im Sommer 2026 grundsätzlich besser geworden. Die Swiss konnte jedoch keine Fortschritte machen.

    Zürich Flughafen
    Der Flughafen Zürich konnte sich in Sachen Pünktlichkeit verbessern. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Abflugpünktlichkeit am Flughafen Zürich hat sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren verbessert.
    • Seit Jahresbeginn liegt die Pünktlichkeit im Schnitt bei 66 Prozent.
    • Die Fluggesellschaft Swiss konnte diesbezüglich keine Fortschritte machen.

    Im laufenden Jahr durften sich Flugreisende am Flughafen Zürich während der Hochsaison im Sommer über hohe Pünktlichkeit freuen.

    Am gesamten Flughafen Zürich habe die Abflugpünktlichkeit im Juni und im Juli deutlich über den beiden Vorjahren gelegen. Das sagte der operative Chef des Flughafens, Stefan Tschudin am Dienstag vor den Medien.

    So seien im Juli 56 Prozent der Maschinen mit weniger als 15 Minuten Verspätung abgehoben. Das seien 5 Prozentpunkte mehr als im Juli vergangenen Jahres. Seit Jahresbeginn liege die Pünktlichkeit am grössten Schweizer Airport im Schnitt bei 66 Prozent.

    Betriebliche Verbesserungen

    Man habe sehr viel optimiert, sagte Tschudin. So habe man beispielsweise die Personalressourcen angepasst oder einen eigenen Meteorologen für lokale Wetterprognosen angestellt.

    Damit könne man betriebliche Massnahmen bei ungünstigen Wetterlagen wie etwa Bise oder Gewittern ergreifen.

    Ebenso sei die Dockstationen an den Gates mit Kameras ausgerüstet worden. Damit wolle man die Prozesse bei der Abfertigung der Flugzeuge analysieren und verbessern.

    Dennoch habe der Flughafen sein eigenes Pünktlichkeitsziel von 65 Prozent für den Juli nicht ganz erreicht, gestand Tschudin ein.

    Swiss stagniert

    Das gleiche gilt für die Swiss, bei der die Pünktlichkeit keine Fortschritte gemacht hat. So starteten im ganzen Sommer 59 Prozent der Maschinen mit einer Verspätung von weniger als einer Viertelstunde.

    Damit blieb die Pünktlichkeit auf dem Vorjahresniveau. Das eigene Ziel von 65 Prozent hat die Airline nicht geschafft.

    Die Hauptursache sei das Wetter gewesen, sagte der operative Chef der Swiss, Oliver Buchhofer, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP: «Die Gewitter waren stärker und intensiver als letztes Jahr.»

    Alleine das Gewitter vom 30. Juni hat ein Drittel aller kurzfristigen Flugstreichungen in diesem Sommer bei der Swiss verursacht. Aus gutem Grund: Das Gewitter tobte zweieinhalb Stunden über dem Flughafen Zürich und bewegte sich nicht von der Stelle.

    Bist du dieses Jahr schon geflogen?

    So mussten 26 Maschinen auf andere Flughäfen ausweichen. Insgesamt waren über 10'000 Passagiere von dem Gewitter am 30. Juni betroffen.

    Zudem machte die Swiss auch Streiks im Ausland und technische Probleme zu schaffen. Auch die Absage von Flügen nach Tel Aviv und Dubai wegen des Iran-Kriegs habe durchgeschlagen, sagte Buchhofer.

    Die Stabilität des Flugplans sank auf 97,1 Prozent von 98,5 Prozent im Vorjahr.

    Die Zahl der kurzfristigen Annullationen war um 80 Prozent höher als im Vorjahr. Insgesamt wurden 337 Flüge kurzfristig abgesagt. Allerdings waren es im Jahr 2024 noch gut doppelt so viele gewesen.

    Serie von Spitzentagen

    Der Flughafen und die Swiss hatten mit dem hohen Passagierandrang zu kämpfen: Von Mitte Juli bis Anfang August seien an fünf Spitzentagen jeweils über 120'000 Reisende über den Flughafen geflogen.

    Der verkehrsreichste Tag war der 2. August mit knapp 122'000 Passagieren, davon rund die Hälfte von der Swiss.

    Das waren nur rund 500 weniger als beim Allzeitrekord vom 5. Oktober 2025. Der Druck sei hoch gewesen, sagte Tschudin. Es habe fast keine Ruhepausen mehr gegeben.

    Heiss
    Grosse Hitze kann am Flughafen zum Problem werden: Bei 35 Grad Aussentemperatur kann es im Bauch eines Flugzeugs über 60 Grad werden. - keystone

    Eine zusätzliche Belastung seien die Hitzewellen gewesen: Wenn es draussen 35 Grad habe, seien es auf dem Vorfeld bei den Flugzeugen 55 Grad. Im Bauch einer Maschine teils sogar über 60 Grad.

    Das sei eine enorme Belastung für die Gepäcklader. Um sie abzukühlen, habe man die Enteisungsmaschinen für Flugzeuge eingesetzt, sagte Tschudin.

    Jahresziel in Reichweite

    Trotz der durchzogenen Sommerbilanz sieht Swiss-Manager Buchhofer das Jahresziel einer Pünktlichkeit von 70 Prozent noch in Reichweite. «Im Moment sieht es noch gut aus.»

    Die Swiss sei derzeit immer noch ein bisschen über dem Vorjahresniveau. «Ich habe das Ziel noch nicht aufgegeben. Das wäre noch zu früh. Wir arbeiten daran», sagte Buchhofer der AWP.

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    Kommentare

    User #808 (nicht angemeldet)

    ==swiss ist auf der abwårts spirale, besser auf swisshansa umtaufen==

    User #2325 (nicht angemeldet)

    Der Vertrauensschwund schreitet mit beachtlicher Geschwindigkeit voran. Es gibt kaum oder keinen Service in der Economy, es gibt viele Flugabbrüche wegen technischer Vorfälle, es gibt viel Verspätung, speziell am Flughafen Kloten, und so weiter. Und dann gibt es bei exklusiven Strecken eine reine Abzocke der Kunden. Kann mir jemand einen wirklich guten und nachvollziehbaren Grund nennen, warum man mit Swiss fliegt?

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