Regierungsrat betont Wichtigkeit von EU-Forschungsprgramm
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die grosse Bedeutung des EU-Forschungsprogramms Horizon Europe für die Hochschulen und Unternehmen im Kanton hervorgehoben. Die Programme seien eine zentrale Finanzierungsquelle und wichtig für die internationale Vernetzung.

Die Teilnahme sei für die Positionierung des Kantons Bern als Forschungs- und Wirtschaftsstandort wichtig, schreibt der Regierungsrat am Montag in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation aus der GLP-Fraktion.
Die Universität Bern warb gemäss der regierungsrätlichen Antwort allein seit der Wiederassoziierung der Schweiz an Horizon Europe im Januar 2025 Forschungsgelder in der Höhe von 18,8 Millionen Franken ein. Im Jahr 2025 machten die EU-Gelder neun Prozent der gesamten eingeworbenen Drittmittel aus. Der mit 77 Prozent grösste Anteil der eingeworbenen Gelder in der Höhe von 119 Millionen Franken stammt vom Schweizerischen Nationalfonds.
Bei der Berner Fachhochschule (BFH) belief sich der Anteil der EU-Programme an den Drittmitteln 2025 auf 5,6 Prozent, was 3,3 Millionen Franken entsprach. Bei der Fachhochschule HE-Arc im Jurabogen lag der Anteil bei rund zehn Prozent.
Auch für Berner Unternehmen ist das Programm relevant. Im Zeitraum von 2014 bis 2020 nahmen 55 verschiedene Firmen aus dem Kanton Bern an Projekten teil. Seit 2021 waren es trotz zeitweise beschränktem Zugang 28 Unternehmen.
Die Antwort des Regierungsrats zeigt auch die Bedeutung des EU-Raums für das Personal. An der Universität Bern besitzen 41 Prozent der Professorinnen und Professoren eine EU-Staatsbürgerschaft. Bei den Doktorierenden sind es 29 Prozent.
Nachdem die Schweiz 2021 die Verhandlungen mit der EU über das institutionelle Rahmenabkommen einseitig abgebrochen hatte, wurde die Schweiz im Forschungsbereich als nicht assoziiertes Drittland eingestuft. Der Zustand ist inzwischen behoben und die Schweiz rückwirkend seit Januar 2025 wieder assoziiert.










