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Siemens Energy wird in «Omterra» umbenannt

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Deutschland,

Siemens Energy heisst künftig Omterra. Noch im laufenden Jahr soll der Namenswechsel beginnen und schrittweise umgesetzt werden, heisst es vom Konzern.

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Siemens Energy heisst künftig Omterra. - keystone

Die Übergangsphase soll etwa eineinhalb Jahre dauern. Mit dem Namenswechsel kappt Energy eine der letzten Verbindungen zur ehemaligen Mutter Siemens.

Mit Omterra entscheide man sich «bewusst für eine eigenständige, internationalanschlussfähige Marke», heisst es. Der neue Name ist ein reines Kunstwort. Das ist in solchen Fällen aus markenrechtlichen Gründen der übliche Weg.

Mit dem Kunstbegriff ist der Münchner Konzern dabei nicht allein: In den vergangenen Jahren haben sich Mitarbeiter und Anleger schon an viele neue und teilweise exotisch klingende Namen gewöhnen müssen: Etwa von Traton als Nutzfahrzeugsparte des VW-Konzerns über Ceconomy als Mutter von Saturn und Mediamarkt oder Aumovio und Vitesco als abgespaltene Geschäftsteile von Continental.

Bei der Abspaltung von Siemens Energy war vereinbart worden, dass dem neuen Unternehmen der geschützte Name Siemens zehn Jahre lang weiter zur Verfügung steht. Dafür muss der Konzern aber eine von seinem Umsatz abhängige Lizenzgebühr bezahlen. Allein im vergangenen Jahr waren das rund 300 Millionen Euro. Auch vor diesem Hintergrund hatte Siemens Energy bereits klargemacht, dass das Unternehmen die noch bis 2030 laufende Vereinbarung nicht verlängern werde.

Die nun frühere Namensänderung wird kaum Einsparungen bringen. Dass der Konzern dies dennoch tut, liegt an seiner aktuell starken Position: Man sei gut aufgestellt, habe «das Vertrauen unserer Kunden und des Kapitalmarkts gewonnen, unsere Profitabilität verbessert und ehrgeizige Wachstumspläne für die kommenden Jahre», sagt Konzernchef Christian Bruch. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, den Übergang zu einer eigenen Marke einzuleiten.

Seit Siemens sein Energietechnikgeschäft als Siemens Energy 2020 ausgekoppelt, an die Börse gebracht und zu grossen Teilen an seine Aktionäre gegeben hat, blickt der neue Konzern auf eine wilde Achterbahnfahrt zurück. Vor allem das Windkraftgeschäft hatte mit immer neuen Belastungen regelmässig Pläne zerstört und für Milliardenverluste gesorgt. Inzwischen hat man die Probleme dort aber weitgehend im Griff. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Konzernteil zumindest in einem Quartal schwarze Zahlen schreiben.

Zudem profitiert Energy – oder künftig Omterra – stark von mehreren aktuellen Entwicklungen: Vom Umbau der Netze, dem Aufbau von Windkraft aber auch der hohen Nachfrage nach Gaskraftwerken und nicht zuletzt von KI-Rechenzentren. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen, das wäre der mit Abstand höchste Wert seiner kurzen Geschichte.

Die Achterbahnfahrt des Unternehmens ist auch im Aktienkurs abzulesen. Im September 2020 war das Papier für 23 Euro gestartet. Im Herbst 2023 waren es weniger als 10 Euro. Dann ging es steil bergauf. Inzwischen schwanken die Kurse wieder – aber auf sehr viel höherem Niveau. Derzeit werden die Papiere um 150 Euro gehandelt. Das bedeutet, dass der Gesamtkonzern mit einer Marktkapitalisierung von um die 130 Milliarden Euro derzeit zu den wertvollsten Unternehmen im deutschen Leitindex Dax gehört.

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