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    Volksinitiative will Spirit Airlines wiederbeleben

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Eine Gruppe will Spirit Airlines als Genossenschaft neu starten. Doch Experten zweifeln am Konzept.

    Spirit Airlines
    Unter dem Namen «Spirit 2.0 – Owned by the People» will eine Gruppe Spirit Airlines übernehmen. (Archivbild) - keystone

    Kaum hatte Spirit Airlines den Betrieb eingestellt, machte eine ungewöhnliche Initiative von sich reden. Unter dem Namen «Spirit 2.0 – Owned by the People» sollen Passagiere, Mitarbeitende und Unterstützer die pleite Billig-Airline gemeinsam übernehmen.

    Laut «aeroTELEGRAPH» stehen rund 22,8 Millionen Dollar – etwa 17,8 Millionen Franken– an Zusagen im Raum. Tatsächlich handelt es sich aber nur um unverbindliche Absichtserklärungen, kein Geld ist bislang geflossen.

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    Das geplante Modell sieht Mitarbeiterbeteiligung, begrenzte Managergehälter und günstige Tickets vor, berichtet «View From The Wing». Das Konzept orientiert sich an der Eigentümerstruktur der Green Bay Packers, des einzigen gemeinschaftlich besessenen NFL‑Clubs.

    Ziel weit ausser Reichweite

    Jedes Mitglied soll eine Stimme erhalten, unabhängig von der Höhe der Einlage. Die Gewinnbeteiligung richtet sich hingegen nach dem pledgierten Betrag.

    Das Gesamtziel liegt laut «View From The Wing» bei 1,75 Milliarden Dollar (etwa 1,37 Milliarden Franken). Die bisherigen Zusagen decken erst rund 1,3 Prozent davon ab.

    Bei einer angenommenen Durchschnittszusage von 623 Dollar (etwa 487 Franken) wären etwa 2,8 Millionen Einzelzusagen nötig. Sofern alle tatsächlich eingelöst würden.

    Kein Businessplan, keine Strategie

    Reiseexperte Gary Leff von «View From The Wing» betont, die Initiative habe weder tatsächliches Kapital noch einen konkreten Businessplan.

    Offene Fragen zu «Spirit Airlines 2.0» betreffen Streckennetz, Flotte und das Modell zur Gewinnerzielung.

    Leff weist zudem darauf hin, dass die Green-Bay-Packers-Struktur als gemeinnützige Organisation keine Dividenden ausschütt. Was dem hier versprochenen Profit-Sharing widerspreche.

    Hintergrund: Spirit Airlines scheiterte an Treibstoffkosten

    Spirit Airlines hatte am 2. Mai 2026 den Betrieb eingestellt, berichtet «aero.de». Der Sanierungsplan basierte auf Kerosinpreisen von rund 2 Dollar (etwa 1,57 Franken) pro Gallone.

    Spirit Airlines
    Am 2. Mai endete die 34-jährige Geschichte der US-Billigfluglinie Spirit Airlines. (Archivbild) - keystone

    Doch im Zuge des Iran-Kriegs verdoppelten sich die Kosten auf über 4,50 Dollar (etwa 3,52 Franken).

    Durch die Liquidation gehen laut «Aviation.Direct» rund 14'000 Stellen verloren. Eine Airline dieser Grösse war in den USA seit zwei Jahrzehnten nicht mehr abgewickelt worden.

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    Kommentare

    User #4636 (nicht angemeldet)

    Fliegen soll sofort teurer werden. Die grünen.sofort.

    User #4404 (nicht angemeldet)

    Fliegst du diesen Sommer in die Ferien? Ja.

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