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UBS muss 24 Milliarden US-Dollar an Eigenkapitalbedarf aufbringen

Samantha Reimer
Samantha Reimer

Zürich,

Die UBS steht vor 24 Milliarden Dollar zusätzlichem Eigenkapitalbedarf und beseitigt parallel einen 835-Millionen-Euro-Rechtsstreit in Frankreich.

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Nach der CS-Übernahme strich die UBS 36'000 Stellen – weitere 10'000 könnten folgen. - keystone

Die Schweizer Grossbank UBS sieht sich zusätzlichen Eigenkapitalanforderungen von bis zu 24 Milliarden US-Dollar (19 Milliarden Franken) gegenüber. Das ist eine direkte Folge des Credit Suisse-Desasters, berichtet der «Börse Express».

Gleichzeitig beendet UBS einen langwierigen Rechtsstreit in Frankreich mit einer Zahlung von 835 Millionen Euro.

Regulierungs-Hammer belastet UBS

Bern hat ein neues Vernehmlassungsverfahren für verschärfte Bankenregeln gestartet. Künftig muss UBS alle ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit Eigenkapital unterlegen.

Der Kapitalbedarf soll gestaffelt über sieben Jahre eingeführt werden, um ein erneutes Desaster wie bei Credit Suisse zu verhindern. Die zusätzlichen Anforderungen belaufen sich auf bis zu 24 Milliarden US-Dollar.

Hast du den Fall der UBS verfolgt?

Die Bank kritisiert die Pläne scharf. Die UBS sieht sich durch die Regeln auf dem internationalen Parkett massiv benachteiligt, so laut «Finanzen.net».

Frankreich-Deal klärt Rechtsstreit

Parallel zu den Kapitalforderungen hat UBS einen Steuerstreit in Frankreich beigelegt. Die Einigung kostet die Bank 835 Millionen Euro.

Diese sind aufgeteilt in eine Busse von 730 Millionen und eine zivilrechtliche Entschädigung von 105 Millionen Euro.

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Flaggen der UBS und CS wehen vor mehreren Gebäuden. (Archivbild) - Depositphotos

Trotz dieser Belastungen zeigte sich die UBS-Aktie widerstandsfähig und schloss jüngst im Plus bei 32,49 Franken, meldet der «Börse Express».

Politisches Tauziehen und Zukunftsaussichten

Die verschärften Kapitalregeln sind eine Reaktion der Schweizer Politik auf die Rettung der Credit Suisse im März 2023.

Bern will sicherstellen, dass UBS als letzte Grossbank «too big to fail» nicht erneut zum Risiko wird. UBS geht in den Widerstand und will gegen die Massnahmen kämpfen.

Die zukünftige politische Auseinandersetzung wird die Aktienbewertung entscheidend prägen. Am 29. Oktober werden die Q3-Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wie gut die Bank mit der neuen Realität umgeht.

Kommentare

User #1814 (nicht angemeldet)

Dia haben ja das Geld oder doch nicht also wen nicht verkaufen

User #2533 (nicht angemeldet)

Wenn ich das lese,frage ich mich wirklich warum so ein Geschrei von den "fehlenden" 2 Milliarden Eigenmietwert gemacht wird?

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