UBS

UBS bleibt nach Zoll-Deal bei ihrer BIP-Prognose für die Schweiz

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

Ein neuer Zoll-Deal zwischen der Schweiz und den USA bringt Erleichterung für diverse Branchen. Dennoch bleibt die USA bei ihrer BIP-Prognose.

ubs
Die Insolvenz der US-amerikanischen First Brands Group könnte massive Auswirkungen auf die UBS haben. (Symbolbild) - Keystone

Mit dem Abschluss eines neuen Zoll-Deals mit den USA entfällt für diverse Branchen der Wettbewerbsnachteil gegenüber Konkurrenten aus der EU. Die Senkung der Zölle von 39 auf 15 Prozent unterstützt im Urteil der UBS vor allem stark betroffene Bereiche wie die Uhrenindustrie. Das Abkommen dürfte den Unternehmen zu einer höheren Planungssicherheit verhelfen, erklärten die Ökonomen der Grossbank am Wochenende in einer ersten Reaktion auf den am Freitag kommunizierten Zoll-Deal.

Das wiederum stütze die Ausrüstungsinvestitionen. Gleichwohl dürfte die Schweizer Wirtschaft weiterhin nur unterdurchschnittlich wachsen. Denn die Zölle seien noch immer «substanziell», was die Exporte in die USA stark bremse.

UBS erwartet BIP-Wachstum von einem Prozent

Zudem habe es in den Quartalen davor Vorzieheffekte gegeben. Die UBS bleibe daher bei ihrer Prognose eines BIP-Wachstum von rund 1 Prozent im Jahr 2026, vor allem gestützt von der Binnenwirtschaft.

Denn die Bank sei, als die Prognose aufgestellt wurde, ohnehin von einer deutlichen Reduktion der Zölle ausgegangen. Und mittelfristig könnten Produktionsverlagerungen der Pharmaindustrie das Schweizer BIP-Wachstums belasten, heisst es weiter. Die Pharmaindustrie steuert heute rund die Hälfte der Schweizer Exporte in die USA bei.

Prognose für Geldpolitik und Anleger

Insgesamt aber senke der Zoll-Deal das Risiko einer starken Konjunkturabkühlung in der Schweiz. Damit sinkt im Urteil der UBS auch das Risiko, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Leitzinsen in den negativen Bereich senkt. Diese werde ihre Nullzinspolitik wohl auch 2026 fortführen.

Und wenn die Anleger ihre Wette auf Negativzinsen zu reduzieren beginnen, könnte das laut der Grossbank zu einem leichten Zinsanstieg am langen Ende der Zinskurve führen. Die UBS-Ökonomen erwarten in den kommenden zwölf Monaten einen Anstieg der Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen auf 0,5 Prozent.

Die Auswirkungen des Abkommens auf den Kurs des Schweizer Frankens seien derweil gering. Denn der Zoll-Deal ändere kaum etwas am Risikobewusstsein der Anleger oder an der Geldpolitik.

Kommentare

User #5959 (nicht angemeldet)

Versteht die UBS überhaupt etwas von der Realindustrie? Leben in einer geschützten und gehätschelten Tzüriblase und verstehen einzig wie man den eigenen Bonus optimiert.

User #1901 (nicht angemeldet)

Fertig mit heimlich Homeoffice. Neue Microsoft-Teams-Funktion verrät Chef deinen Aufenthaltsort. In zwei Wochen ist es so weit: Microsoft Teams führt eine neue Funktion zur Standortüberwachung ein. Arbeitgeber wissen dann, ob du im Homeoffice oder im Büro bist. Es gibt zwei Arten von Chefinnen und Chefs: Die eine Gruppe überlegt sich, was für Rahmenbedingungen es braucht, damit die Angestellten gerne und motiviert arbeiten. Die zweite Gruppe ist überzeugt: Die Leute sind im Grunde faul und müssen überwacht werden. Genau diese Führungskräfte dürfen sich nun auf eine neue Funktion von Microsoft Teams freuen: Der grösste Anbieter von Bürosoftware hat für Dezember die Einführung einer Standorterkennung angekündigt.

Weiterlesen

Trump Zölle Schweiz
740 Interaktionen
Zolldeal
2 Interaktionen
US-Zolldeal
Thomas Borer Donald Trump
111 Interaktionen
Ex-Botschafter Borer

MEHR UBS

7 Interaktionen
Zürich
Sergio Ermotti
22 Interaktionen
Laut Medienbericht
UBS
18 Interaktionen
Kritik
5 Interaktionen
Zürich

MEHR AUS STADT ZüRICH

27 Interaktionen
Zürich
3 Interaktionen
Verkehrsentwicklung