UBS im Fokus – Bis zu 12'000 Jobs gefährdet
Die Aktie von UBS legt am Montagvormittag zu. Zugleich drohen neue Kapitalvorschriften und mögliche Jobverluste.

Die UBS-Aktie ist am Montag, 26. Oktober 2026, im frühen Handel an der Schweizer Börse gestiegen. Der legte Kurs um 0,7 Prozent auf 38,60 Franken zu und gehörte damit zu den Gewinnern im Swiss Market Index.
Um 09:28 Uhr notierte das Wertpapier bei 38,60 Franken, nachdem es bei 38,40 Franken eröffnet hatte. Zwischenzeitlich erreichte die Aktie 38,66 Franken, während bis dahin 158'691 Titel gehandelt wurden, berichtet «finanzen.ch».
Das 52-Wochen-Hoch der UBS-Aktie liegt bei 45,04 Franken und wurde am 8. September 2026 erreicht. Vom Kursniveau am Montagvormittag aus wäre ein Anstieg um rund 16,68 Prozent nötig gewesen, um diesen Wert erneut zu erreichen.
Gewinn steigt, Quartalszahlen stehen bevor
Das 52-Wochen-Tief markierte die Aktie am 23. März 2026 bei 28,25 Franken. Für das laufende Jahr erwarten Analysten einen durchschnittlichen Gewinn je Aktie von 3,62 USD und eine Dividende von 1,25 USD.
Bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal meldete UBS einen Gewinn je Aktie von 0,72 Franken. Im Vorjahresquartal hatte dieser Wert 0,62 Franken betragen, während der Umsatz im Jahresvergleich von 16,18 auf 16,13 Milliarden Franken zurückging.
Die nächsten Quartalszahlen stehen am Mittwoch, 28. Oktober 2026, an. Dann will UBS die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen, wie «finanzen.ch» schreibt.
Gewerkschaft warnt vor bis zu 12'000 gefährdeten Stellen
Neben der Kursentwicklung beschäftigt die politische Debatte über strengere Eigenkapitalanforderungen die Grossbank. Laut dem «NTV» warnt der SBPV vor bis zu 12'000 gefährdeten UBS-Jobs bei einem Wegzug aus der Schweiz.
Betroffen wären damit erhebliche Teile der rund 34'000 UBS-Stellen im Schweizer Heimatmarkt. Laut «finanzbusiness.de» kämen die möglichen Jobverluste zu den geplanten Kürzungen nach der Credit-Suisse-Übernahme hinzu.
Hintergrund sind geplante Verschärfungen der Bankenregulierung nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse. Der Ständerat will UBS-Tochtergesellschaften zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital absichern, was die Bank als zu streng kritisiert.
UBS prüft mögliche Szenarien für den Schweizer Hauptsitz
Der Personalverband fordert die Politik auf, einen tragfähigen Kompromiss bei den Kapitalvorschriften zu finden. Gleichzeitig müsse sich UBS zum Standort Schweiz bekennen, so das «NTV».
Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher hatte gewarnt, dass die Bank ihre Zukunft in der Schweiz bei übermässig strengen Regeln sorgfältig prüfen müsse. Laut «finanzbusiness.de» umfassen die in Medienberichten beschriebenen Notfallpläne eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes oder eine Fusion mit einem anderen Finanzinstitut.

UBS hat sich wiederholt zum Schweizer Standort bekannt und die konkreten Angaben zu den möglichen zusätzlichen Stellenverlusten nicht kommentiert. Dem «NTV» zufolge plant UBS wegen der Credit-Suisse-Übernahme rund 3000 Stellen in der Schweiz abzubauen, vorwiegend durch Fluktuation und Frühpensionierungen.











