Der Hafen Tiefenbrunnen in Zürich erhält eine provisorische Mole
Die Stadt Zürich eine provisorische Hafenanlage im Hafen Tiefenbrunnen. Der Baubeginn für diese ist im November geplant. Dies nachdem im März ein grosser Teil der Betonmole gesunken ist.

Die bei der Havarie unbeschädigten Teile der Anlage werden in das Provisorium integriert, teilte das Tiefbauamt der Stadt Zürich auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Die Bauarbeiten dafür sollen im November starten und zur Bootssaison im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
Für die Planung der Bergung der versunkenen Hafenmole hat die Stadt Zürich ein spezialisiertes Wasserbauingenieurbüro beauftragt. Dieses untersuche unter welchen Umständen die Mole geborgen werden könne.
Ende März ist ein grosser Teil der Betonmole versunken. Gleichzeitig lösten sich mehrere Boote aus der Verankerung. Eines wurde mit in die Tiefe gerissen und musste geborgen werden.
Unterhaltsarbeiten als Ursache
Kurz nach dem Ereignis vermutete die Stadtpolizei, dass im Rahmen von Unterhaltsarbeiten Schächte an der Mole geöffnet worden seien und in diese Wasser eindrang. Dies habe dazu geführt, dass die Mole sank. Die Staatsanwaltschaft Zürich führt derzeit eine strafrechtliche Untersuchung durch. Auf wie viel Franken sich der Schaden beläuft, teilte die Stadt noch nicht mit. «Diese Frage wird im Zusammenhang mit der schriftlichen Anfrage aus dem Gemeinderat beantwortet», teilte sie mit.
Langfristig soll der provisorische Teil durch eine definitive Lösung ersetzt werden. Im April stimmte das Stadtzürcher Parlament dem Umbau des Hafens Tiefenbrunnen zu.
Geplant ist ein 150 Meter langer und 15 Meter breiter Steg auf dem Wasser. Dieser soll ein Ort zum Verweilen und für die Allgemeinheit öffentlich zugänglich sein. Die Besucher sollen von der Mole ins Wasser springen können. Zudem ist eine Art Kiosk geplant.
Die sogenannte «Marina» soll Platz für 400 Boote bieten. Auch ein Wassersportzentrum ist geplant. Baustart für das 9 Millionen Franken Projekt war für das Jahr 2032 vorgesehen. Allerdings hat die Stadt das Projekt im September gestoppt. Es ist der Investitionskürzung zum Opfer gefallen. Mit dieser möchte die Stadt ihre Schulden bremsen.






