Uber

Uber-Rivale zieht sich auf Druck von China von Wall Street zurück

Keystone-SDA
Keystone-SDA

China,

Nur fünf Monate nach seinem Debüt an der Wall Street zieht der chinesische Fahrdienstvermittler Didi auf Druck der chinesischen Behörden einen Schlussstrich unter die Börsennotierung in den USA und treibt stattdessen eine Notierung in Hongkong voran. Mit dem Delisting in den USA werde umgehend begonnen, teilte Didi in der Nacht zu Freitag mit.

didi
In seinem Heimatmarkt China setzte sich Didi in einem erbitterten Preiskampf gegen Uber durch. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Uber-Konkurrent hatte seinen Gang auf das Parkett in New York trotz der Aufforderung, die Pläne zu verschieben, durchgezogen und steht spätestens seither im Visier der Aufsichtsbehörden in der Volksrepublik.

Die mächtige CAC hat inzwischen 25 Didi-Apps verboten und dem Unternehmen die Registrierung neuer Nutzer mit Verweis auf Datenschutzbedenken untersagt. Gegen den Konzern wird weiterhin ermittelt.

Didi selbst begründete die Pläne für den Rückzug von der Wall Street nicht. Zu einem geeigneten Zeitpunkt sollen die Aktionäre noch über den Schritt abstimmen können. «Chinesische Hinterlegungsscheine (ADS) werden mit steigenden regulatorischen Herausforderungen von US-amerikanischen wie auch chinesischen Behörden konfrontiert», sagte Fondsmanager Wang Qi von MegaTrust Investment. «Für die meisten Unternehmen ist es ein Tanz auf dem Vulkan, beide Seiten zufriedenzustellen. Ein Delisting macht alles einfacher.»

Insidern zufolge will Didi innerhalb von drei Monaten an der Hongkonger Börse notiert sein und das Delisting in New York bis spätestens Juni 2022 über die Bühne gebracht haben. Bei der Aktienemission an der Wall Street Ende Juni hatte das 2012 gegründete Unternehmen rund 4,4 Milliarden Dollar erlöst und damit den grössten Börsengang eines chinesischen Konzerns in den USA seit der Neuemission von Alibaba gestemmt. Seither sind die Didi-Aktien um 44 Prozent gefallen. Der japanische Technologieinvestor Softbank hält 21,5 Prozent an Didi. Ein weiterer Grossinvestor ist Uber.

An der Hongkonger Börse löste die Entscheidung von Didi gemischte Gefühle aus. Sie deute darauf hin, dass der chinesische Staat die Technologiebranche weiter an der kurzen Leine halten will, sagte Anlagestratege Kenny Ng vom Vermögensverwalter Everbright Sun Hung Kai. Vor diesem Hintergrund fiel der Hongkonger Leitindex um ein halbes Prozent.

Die Aktien des dortigen Börsenbetreibers HKEx stiegen dagegen um bis zu fünf Prozent, so stark wie zuletzt vor drei Monaten. Anleger spekulierten darauf, dass weitere Firmen dem Beispiel von Didi folgen, sagte Steven Leung, Manager beim Brokerhaus UOB Kay Hian. Dies würde die Handelsumsätze nach oben treiben.

Kommentare

Weiterlesen

Schwarzfahren
297 Interaktionen
Petition fordert
Schweizer Armee
39 Interaktionen
«Notwendigkeit»

MEHR IN NEWS

Jürgen Habermas
2 Interaktionen
Berlin
Irak
Krieg in Nahost
4 Interaktionen
Hägendorf SO
Rauchentwicklung in Schulhaus
Hünenberg ZG

MEHR UBER

Uber Taxi Bolt
2 Interaktionen
Taxigewerbe
uber
70 Interaktionen
Trotz Gerichtsurteil
2 Interaktionen
Uber einbeziehen
Uber Taxi
5 Interaktionen
Braucht Fairness

MEHR AUS CHINA

f1
2 Interaktionen
Nach Sprintsieg
Formel 1
2 Interaktionen
GP von China
DJI Avata 360
8K-Drohne
Formel 1 George Russell
8 Interaktionen
Norris Dritter