Nach der Suezkanal-Blockade hat sich gemäss Timocom der Druck auf die europäische Logistikbranche verstärkt. Über eine Million Frachten warten auf LKWs.
Timocom
Satellitenaufnahme von der «Ever Given» im Suez-Kanal. - Planet Labs/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Suezkanal-Blockade vor zwei Monaten führte zu massiven Lieferverzögerungen.
  • Gemäss Timocom verstärkt sich der Druck auf die Logistikbranche in Europa.
  • So warten derzeit über eine Million Frachten auf LKWs.

Vor rund zwei Monaten blockierte das Frachtschiff «Ever Given» die Durchfahrt im Suezkanal. Tagelang versuchten Schleppbote, das Schiff zu befreien. Tausende Schiffe konnten deswegen nicht den wichtigen Schiffskanal in Ägypten passieren.

Wie das FreightTech-Unternehmen Timocom in einer Mitteilung schreibt, hätte die Blockade einen sogenannten «Ketchup-Effekt» ins Rollen gebracht. Weil es im Binnenschifffahrts- und Schienenverkehr an Ressourcen fehle, steige der Druck auf den europäischen Strassengüterverkehr.

Mehrere Tage in Folge seien über eine Million offene LKW-Frachtaufträge aufgelaufen, so das Unternehmen. Diese müssten dringend abgefertigt werden. Man erwarte für kommende Woche eine weitere Eskalation der Lage. Timocom empfiehlt deshalb, sich kurzfristig digitalen Frachtenbörsen anzuschliessen.