Tesla verfehlt die Gewinnerwartung der Wall Street deutlich
Tesla hat im zweiten Quartal weniger verdient als von Analysten erwartet. Hohe Ausgaben für KI und Robotik sowie sinkende Zusatzerlöse drückten auf den Gewinn.

Tesla hat im zweiten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich verfehlt. Zwar steigerte der Elektroautobauer Umsatz und Auslieferungen, doch höhere Kosten belasteten das Ergebnis.
Laut der «ZDFheute» sank der Quartalsgewinn um fünf Prozent auf gut 1,11 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte lediglich 33 Cent statt der von Analysten erwarteten 51 Cent.
Die Börse reagierte unmittelbar auf die Zahlen. Die Tesla-Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel rund vier Prozent.
Hohe Investitionen belasten das Ergebnis von Tesla
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 26 Prozent auf knapp 28,24 Milliarden Dollar. Gleichzeitig erhöhte Tesla die Auslieferungen im Jahresvergleich auf 480'126 Fahrzeuge, berichtet die «ZDFheute» weiter.
Dennoch geriet die Profitabilität durch hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz und Robotik unter Druck. Laut dem «Handelsblatt» verzeichnete Tesla dadurch erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder einen negativen Cashflow.
Zusätzlich belasteten Preisnachlässe im wichtigen US-Markt das Ergebnis. Der «Bluewin» zufolge trugen auch die gesunkenen Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten zur schwächeren Gewinnentwicklung bei.
Musk treibt KI-Strategie weiter voran
Das Unternehmen richtet seinen Fokus zunehmend auf Robotik und autonomes Fahren. Firmenchef Elon Musk verfolgt weiterhin das Ziel, das Unternehmen langfristig auf diese Geschäftsfelder auszurichten.
Beim humanoiden Roboter Optimus und dem Robotaxi Cybercab dauert die Entwicklung jedoch länger als ursprünglich geplant. Tesla spricht inzwischen nicht mehr von einer Serienproduktion beider Projekte noch in diesem Jahr.
Finanzchef Vaibhav Taneja kündigte laut der «ZDFheute» an, dass die Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen sollen. Für 2026 plant das Unternehmen Kapitalausgaben von rund 26 Milliarden Dollar.
Robotaxis und SpaceX rücken in den Mittelpunkt
Tesla hält an seiner Strategie für fahrerlose Fahrzeuge fest und setzt weiterhin ausschliesslich auf Kameratechnik. Offizielle Angaben zur Grösse der Robotaxi-Flotte oder zur Zahl der beförderten Fahrgäste machte das Unternehmen jedoch erneut nicht.
Tesla verwies stattdessen auf rund 380'000 autonome Meilen ohne menschliche Aufsicht. Waymo erreicht derzeit rund zwei Millionen autonome Meilen pro Woche.

Das ausgewiesene Quartalsergebnis wurde zudem durch einen Sondereffekt beeinflusst. Dem «Handelsblatt» zufolge entfielen 763 Millionen Dollar des Gewinns auf die höhere Bewertung der SpaceX-Beteiligung.















