Störung an mehreren US-Flughäfen wieder behoben

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Simon Binz

    USA,

    Nach dem grossen Flugstopp an mehreren Flughäfen der US-Ostküste ist die Störung behoben.

    Flughafen US-Flugstopp
    Ein Flughafen-Mitarbeiter geht am 21. September 2026 an einer Abflugtafel am Flughafen LaGuardia in New York vorbei. Wegen einer gestörten Verbindung zwischen mehreren Drehkreuzen hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA an zahlreichen Flughäfen im Nordosten der USA Flugstopps angeordnet. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein durchtrenntes Glasfaserkabel legte die Flugüberwachung im Nordosten der USA lahm.
    • Tausende Flüge wurden landesweit verspätet oder gestrichen, wie US-Medien berichten.
    • Die Störung ist inzwischen behoben, der Flugbetrieb läuft schrittweise wieder an.

    Nach der Störung an mehreren Flughäfen im Nordosten der USA können betroffene Fluggäste aufatmen. Die beschädigte Leitung sei repariert worden, sämtliche Flughäfen in der Region nähmen den Betrieb wieder auf, teilte US-Verkehrsminister Sean Duffy auf der Plattform X mit. Es werde allerdings noch dauern, bis alle verspäteten Flüge abgearbeitet seien, so Duffy. Er empfahl den Passagieren, sich bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren.

    Auslöser des Chaos war ein Bautrupp der Bahngesellschaft Amtrak, der bei Arbeiten zwischen New Brunswick und Newark in New Jersey versehentlich eine Glasfaserleitung durchtrennt hatte. «Ein Amtrak-Bautrupp hat versehentlich eine Glasfaserleitung in New Jersey beschädigt, was einen Telekom-Ausfall verursachte», bestätigte Duffy den Vorfall.

    Warst du vom US-Flugstopp betroffen?

    Die US-Luftfahrtbehörde FAA reagierte darauf mit Flugstopps an mehreren Flughäfen des Nordostens. FAA-Chef Bryan Bedford präzisierte, betroffen gewesen sei insbesondere die «Philadelphia TRACON», jene Radarkontrollstelle, welche die Flugüberwachung im gesamten Nordosten der USA koordiniert.

    Auch Airport JFK in New York war betroffen

    Zunächst war am Morgen ein Flugverbot am Flughafen Newark bekanntgeworden. «Abflüge zum Newark International sind aufgrund eines Geräteausfalls ausgesetzt», hiess es dazu auf der Webseite der FAA.

    Später folgten unter anderem die Flughäfen LaGuardia und JFK in New York, der Flughafen Logan International in Boston sowie der Flughafen Philadelphia. Auch der Privatjet-Flughafen Teterboro in New Jersey war betroffen.

    Laut US-Medienberichten dauerte es bei einzelnen Flughäfen wie Newark und JFK deutlich länger, bis der Betrieb wieder anlief, als etwa in Boston oder Philadelphia, wo die Sperren bereits im Tagesverlauf aufgehoben wurden.

    Landesweit 4000 Verspätungen und 500 Annulierungen

    Das Ausmass der Störung war beträchtlich: Allein am Flughafen Newark seien nach US-Medienberichten über 1000 Flüge gestrichen oder verspätet worden, landesweit habe es fast 4000 Verspätungen und rund 500 Annullierungen gegeben. In Newark hätten rund 31 Prozent der Abflüge und 29 Prozent der Ankünfte den Flughafen gar nicht oder nur mit Verzögerung erreicht.

    US-Flugstopp
    Am Flughafen LaGuardia in New York läuft der Flugbetrieb am 21. September 2026 wieder an. Zuvor hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA an mehreren Flughäfen im Nordosten der USA Flugstopps verhängt – Grund war eine gestörte Verbindung zwischen den Drehkreuzen. - Keystone

    Die Störung erregte auch deshalb besondere Aufmerksamkeit, weil zur UN-Generalversammlung in New York in dieser Woche rund 130 Staats- und Regierungschefs sowie Ministerinnen und Minister aus aller Welt erwartet werden – viele von ihnen reisen über genau jene Flughäfen an, die am Montag lahmgelegt waren.

    Verspätungen auch aus der Schweiz

    Wie stark der Ausfall auch den Flugverkehr aus der Schweiz betraf, zeigen Daten von Flugtrackern: Die Swiss-Verbindung LX18 von Zürich nach Newark verspätete sich am Montag um rund 35 Minuten beim Abflug und landete mit rund 15 Minuten Verspätung.

    Die Verbindung LX16 von Zürich nach New York (JFK) kam ebenfalls verspätet an. Annulliert wurde laut den verfügbaren Daten aber keine der beiden Swiss-Maschinen.

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