Der Agrochemiekonzern Syngenta dürfte Insidern zufolge im Verlauf des Tages den Prospekt für den geplanten Börsengang in China veröffentlichen.
Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta soll in China an die Börse, dafür bereiten sich die Manager des Konzerns nun laut einer Meldung chinesischen Wertpapieraufsicht vor. (Symbolbild)
Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta soll in China an die Börse, dafür bereiten sich die Manager des Konzerns nun laut einer Meldung chinesischen Wertpapieraufsicht vor. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Das Wichtigste in Kürze

  • Syngenta soll im Verlauf des Tages den Prospekt für den geplanten Börsengang vorstellen.
  • Der Agrochemiekonzern strebt einen Börsengang an die chinesische Technologiebörse an.

Damit wäre eine Kotierung an der Technologiebörse STAR Market in Shanghai noch vor Jahresende möglich, wie zwei Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Gemäss der bei der chinesischen Wertpapieraufsicht China Securities Regulatory Commission (CSRC) eingereichten Dokumenten könnte der Besitzer von Syngenta, der Staatskonzern ChemChina, mit dem IPO rund 65 Milliarden Yuan oder umgerechnet zehn Milliarden Dollar erlösen.

Syngenta hatte bereits mehrfach angekündigt, bis Mitte 2022 an die Börse gehen zu wollen. Erst kürzlich hatte Syngenta-Chef Erik Fyrwald in einem Interview angedeutet, dass es schneller gehen könne. «Ich hoffe, wir schaffen es bis Ende 2021.»

Syngenta war früher an der Schweizer Börse gelistet, wurde dann 2017 aber für 43 Milliarden Dollar von ChemChina geschluckt. Die Transaktion war Teil einer Konsolidierungswelle in der Chemiebranche, die auch in China voranschreitet.

Ende März hatte die chinesische Regierung den seit Jahren im Raum stehenden Zusammenschluss von Sinochem Group und ChemChina bewilligt. Mit der Transaktion entsteht der weltgrösste Anbieter von industrieller Chemie.

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