Swissmem-Präsident: Auswirkungen durch Iran-Krieg noch ungewiss
Swissmem-Präsident Martin Hirzel hat sich wegen der jüngsten Entwicklung im Nahen Osten besorgt gezeigt. «Es ist zu früh, um die konkreten Auswirkungen auf die hiesige Industrie abzuschätzen», sagte er an der Jahresmedienkonferenz des Dachverbandes der Schweizer Tech-Industrie.

Dennoch nannte er einige wichtige Punkte für die kurzfristige Entwicklung der Unternehmen. «Direkte Auswirkungen dürften steigende Energiepreise sein, die Beeinträchtigung der globalen Lieferketten, wo nicht nur die Schifffahrt, sondern auch die Luftfahrt betroffen sind, sowie der starke Schweizer Franken.» Hirzel geht davon aus, dass der Aufwertungsdruck auf den Franken hoch bleiben wird.
Grundsätzlich sei der Krieg wegen der gestiegenen Unsicherheit für Investitionsgüter schlecht. Iran selbst sei zwar kein relevanter Markt für die Schweizer Industrie, der Nahe Osten insgesamt jedoch schon.
Was die US-Zölle betrifft, haben die verschiedenen Ankündigungen nach dem Entscheid des obersten Gerichts in den USA laut Hirzel neues Chaos ausgelöst. Unter dem Strich bleibe die Zollbelastung zwar insgesamt etwa gleich hoch. Die Verunsicherung dadurch sei aber erneut gestiegen, denn niemand wisse, was genau nach Ablauf der von den USA gesetzten Frist von 150 Tagen passieren werde.
Die Exporte in die USA sind im vierten Quartal 2025 um 18 Prozent eingebrochen. Hirzel liegen noch keine Zahlen zur Entwicklung im ersten Quartal 2026 vor, er geht aber nicht davon aus, dass kurzfristig ein Aufschwung stattfinden werde.
Der Präsident macht aber auch einzelne Lichtblicke aus, so etwa der im zweiten Halbjahr 2025 gestiegene Auftragseingang. Ausserdem habe sich die Stimmung in der Tech-Industrie gemäss der jüngsten Umfrage etwas verbessert. Gleichzeitig verweist er darauf, dass die Umfrage im Januar durchgeführt wurde und dass deshalb die neueste Entwicklung bei den US-Zöllen und der Ausbruch des Kriegs im Iran noch nicht eingeflossen sind.










