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Swatch und Aktionär Wood streiten erneut

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Biel/Bienne,

Bei Swatch startet US-Investor Steven Wood eine weitere Offensive: Er kandidiert erneut für den Verwaltungsrat und reicht mehrere Änderungsanträge für die Statuten ein. Der Schweizer Uhrenkonzern weist die Anforderungen zurück.

Investor Steven Wood mit weiterem Versuch für Aufnahme in VR von Swatch - Swatch wehrt sich (Symbolbild)
Investor Steven Wood mit weiterem Versuch für Aufnahme in VR von Swatch - Swatch wehrt sich (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Woods US-Anlagefirma Greenwood Investors hat am Samstag eine Liste mit sieben Vorschlägen zur Anpassung der Statuten des Schweizer Uhrenkonzerns eingereicht, wie aus dem Traktandierungsbegehren hervorgeht. So sollen die Inhaberaktionäre neu unter anderem drei Vertreter in den Swatch-Verwaltungsrat wählen können.

Der Aktionär will zudem erreichen, dass der Verwaltungsrat mehrheitlich aus unabhängigen Mitgliedern besteht und die Präsidentin nicht in anderer Funktion für die Gesellschaft tätig sein darf. Gegenwärtig ist Präsidentin Nayla Hayek auch Chefin des zum Konzern gehörenden US-Juweliers Harry Winston. Ausserdem sollen Generalversammlungen künftig zwingend physisch stattfinden.

Greenwood verlangt nun eine «Sonderabstimmung über die Nomination des Vertreters der Inhaberaktionäre», in der «nur die Inhaberaktionäre stimmen können». Dazu stelle sich Steven Wood für eine Amtsdauer von einem Jahr zur Verfügung.

Es wird «ausdrücklich» eine «rechtlich korrekte» Traktandierung, Nomination und Wahl gefordert. Greenwood beruft sich dabei auf gesetzliche Vorschriften für Konzerne mit einem Aktienkapital aus Inhaberaktien und Namenaktien mit erhöhter Stimmkraft wie es bei Swatch der Fall sei.

Nur «ausnahmsweise» könne die Generalversammlung den Wahlvorschlag der Inhaberaktionäre ablehnen, sofern «bei einer objektivierten Betrachtung aus Sicht der Interessen der Gesellschaft wichtige Gründe vorliegen, die gegen die Wahl der nominierten Person sprechen», heisst es weiter. Solche Ablehnungsgründe könnten gegen die Wahl von Steven Wood nicht vorgebracht werden.

Der Uhrenkonzern Swatch widerspricht auf der Website entschieden: «Die Behauptungen des amerikanischen, aktivistischen Investors GreenWood, die Swatch Group würde Schweizer Recht verletzen, sind völlig falsch», heisst es. Die Swatch Group handle in Übereinstimmung mit allen anwendbaren Gesetzen und Vorschriften.

Die Kandidatur des Investors sei bei der letzten Generalversammlung «aus wichtigen Gründen» klar abgelehnt worden. «Wie diese Abstimmung durchgeführt werden muss, wird vom Gesetz nachweislich nicht vorgeschrieben», so Swatch.

Konkret scheiterte Wood vergangenes Jahr am Widerstand der Gründerfamilie Hayek. Diese halten mit rund einem Viertel des Kapitals rund 43 Prozent der Stimmen. Greenwood Investors hält laut dem Traktandierungsbegehren über 0,5 Prozent des Swatch-Aktienkapitals.

Swatch hat vergangene Woche derweil einen eigenen Kandidaten vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um den Schweizer Andreas Rickenbacher. Dieser ist Präsident der Stiftung Switzerland Innovation und des CSEM (Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik), Vizepräsident des Verwaltungsrats der BKW sowie Verwaltungsratsmitglied der Aebi Schmidt Gruppe.

Kommentare

User #1583 (nicht angemeldet)

…sinkender Stern nach grossen Tönen…!!

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