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Swatch Group schlägt Andreas Rickenbacher zur Wahl in den VR vor

Keystone-SDA
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Biel/Bienne,

Der Verwaltungsrat von Swatch schlägt ein neues Mitglied zur Wahl in das Gremium vor. Die Aktionäre sollen Andreas Rickenbacher bei der nächsten Generalversammlung vom 12. Mai in den Verwaltungsrat wählen.

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Das Logo der Swatch Group auf einem Bildschirm an einer Pressekonferenz des Unternehmens. (Archivbild) - keystone

Rickenbacher verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Industrie, wie Swatch am Dienstag mitteilte. Unter anderem ist er Präsident der Stiftung Switzerland Innovation und des CSEM (Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik), Vizepräsident des Verwaltungsrats der BKW und Mitglied des Verwaltungsrats der Aebi Schmidt Gruppe.

Der Schweizer war zudem von 2006 bis 2016 Regierungsrat des Kantons Bern. Zuvor war er als Unternehmer und Berater tätig. Rickenbacher hat Jahrgang 1968.

Die Swatch Group hatte Anfang Dezember angekündigt, den Generationenwechsel vorzubereiten. «Es gibt eine klare Planung, wie sich der Verwaltungsrat in Zukunft weiterentwickeln wird», hatten die Hauptaktionäre, CEO Nick Hayek, und Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek, in einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende» gesagt. Im siebenköpfigen Gremium sind fünf Verwaltungsräte über 70 Jahre alt.

Die Besetzung des Aufsichtsgremiums hatte im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt. Der US-Investor Steven Wood forderte einen Umbau des Verwaltungsrates. Im Mai wollte sich Wood bereits als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat wählen lassen, scheiterte aber am Widerstand der Gründerfamilie Hayek.

Denn die Hayeks halten mit rund einem Viertel des Kapitals rund 43 Prozent der Stimmen. Woods US-Anlagefirma Greenwood Investors besitzt gemäss eigenen Angaben nur rund 0,5 Prozent des Swatch-Aktienkapitals.

Im vergangenen November unternahm Wood einen weiteren Anlauf zum Umbau des Verwaltungsrates. Greenwood Investors veröffentlichte eine Liste mit sechs Vorschlägen zur Anpassung der Statuten des Uhrenkonzerns. Über die will er gemäss früheren Angaben im Mai an der GV befinden lassen.

So sollen die Inhaberaktionäre unter anderem drei Vertreter in den Swatch-Verwaltungsrat wählen können. Zudem forderte Wood, dass der Verwaltungsrat mehrheitlich aus unabhängigen Mitgliedern zusammengesetzt sein müsse und die Präsidentin nicht in anderer Funktion für die Gesellschaft tätig sei. Gegenwärtig ist Präsidentin Nayla Hayek auch Chefin des zum Konzern gehörenden US-Juweliers Harry Winston.

Konzernchef Nick Hayek lehnte die Forderungen Woods mehrfach ab.

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Zum Glück verfügt Rickenbacher über ausgeprägte Handels- und Marketingerfahrungen mit China und anderen asiatischen Schlüsseldestinationen für Swatch Uhren. Weiter so Hayek!

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