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5 Fragen an Swatch-Group-CEO: Wollen wachsen und profitabler werden

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Uhrenkonzern Swatch Group hat im vergangenen Jahr weiter an Umsatz verloren und nur noch einen kleinen Gewinn erzielt. Die zum Jahresende hin gestiegene Nachfrage stimmt Konzernchef Nick Hayek für das laufende Jahr optimistisch.

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Swatch will wachsen und profitabler werden. - keystone

AWP: Herr Hayek, 2025 sind die Umsätze der Swatch Group um weitere knapp 6 Prozent gesunken, was erwarten Sie für 2026?

Nick Hayek: Der globale Markt für unsere Produkte hat zum Ende des Jahres 2025 in allen Preissegmenten deutlich an Dynamik gewonnen. Und mit derselben Dynamik sind wir ins Jahr 2026 gestartet. Wir erwarten eine sehr positive Entwicklung mit Blick auf Umsatz und Volumen sowie eine substanzielle Verbesserung der Profitabilität.

AWP: Wie läuft das Geschäft im wichtigen Absatzmarkt China, der in der Vergangenheit von einer tiefgreifenden Nachfrageschwäche geprägt war?

NH: China hat im letzten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr in Lokalwährungen wieder ein Wachstum verzeichnet. Dies gelang, obwohl wir die Distribution im Grosshandel in China, gemessen an den Standorten, um rund 15 Prozent verkleinert haben, um effizienter und profitabler zu werden. Die Zahl der eigenen Marken-Stores ist hingegen gleich gross geblieben.

Und wir sind auch in China gut ins neue Jahr gestartet. Die gute Entwicklung im Januar ist umso bemerkenswerter, da die Vorjahresbasis mit dem Chinese New Year auf einem sehr hohen Niveau liegt. In diesem Jahr fällt dieses für das Land und unsere Branche sehr wichtige Ereignis in den Monat Februar.

AWP: Ein sehr starkes Wachstum hat die Swatch Group 2025 mit beinahe 20 Prozent in Lokalwährungen in Nordamerika erzielt. Wie war das in Zeiten von hohen US-Zöllen und einem schwachen US-Dollar möglich?

NH: Die USA waren im vergangenen Jahr Treiber unseres Geschäfts, trotz der Unsicherheit in der Zollpolitik. Mit den US-Zöllen hat das Label Swiss Made für die Uhrenindustrie sogar an Glaubwürdigkeit und Wert gewonnen. Mir wäre es aber auch lieber, es würden auf unseren Produkten keine Zölle erhoben.

In den USA haben in den letzten Jahren vor allem jüngere Menschen den Wert einer mechanischen Uhr kennen und schätzen gelernt. Das hat die Verkäufe etwa von Tissot, Omega, Blancpain oder Breguet in die Höhe getrieben.

AWP: Die Swatch Group hat im schwachen Marktumfeld bewusst auf Entlassungen verzichtet, um auf den nun erwarteten Aufschwung vorbereitet zu sein. Das hat aber auch dazu geführt, dass sich der Betriebsgewinn auf 135 Millionen mehr als halbiert hat und die operative Marge nur noch bei 2,1 Prozent liegt. Ist das nicht zu wenig?

NH: Wir werden sicher im laufenden Jahr substanziell profitabler werden und im operativen Gewinn in den Bereich von 500 oder 600 Millionen Franken vorstossen.

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