Starfire-Chip bringt Intel-KI erstmals in den Weltraum
Intel entwickelt mit Starfire einen weltraumtauglichen KI-Chip, der Satelliten und Raumfahrzeuge mit neuer Rechenleistung ausstatten soll.

Intel steigt mit dem neuen Prozessor Starfire in den Markt für Weltraum-Computing ein. Der Chip wurde speziell für Satelliten, Raumfahrzeuge und extreme Einsatzbedingungen entwickelt.
Wie die «Borncity» berichtet, basiert der Prozessor auf Intels Panther-Lake-Architektur. Erste Muster des Systems-on-a-Chip sollen im dritten Quartal 2026 ausgeliefert werden.
Laut der «TradingKey» richtet sich Starfire an Behörden, Verteidigungsunternehmen und private Raumfahrtanbieter. Auch europäische Partner und die ESA könnten den Chip für künftige Missionen einsetzen.
Moderne Fertigung für den Einsatz im All
Der Starfire-Chip nutzt eine Multi-Chip-Architektur mit Intels Foveros-Packaging-Technologie. Dabei werden verschiedene Recheneinheiten in einem gemeinsamen System kombiniert.
Die CPU- und NPU-Kerne entstehen im 18A-Verfahren von Intel. Die integrierte Grafikeinheit basiert hingegen auf dem Intel-3-Prozess, wie die «Notebookcheck» schreibt.
Der Prozessor verfügt über acht Kerne mit vier Performance- und vier Effizienz-Kernen. Zusätzlich kommt eine Xe3-Grafikeinheit mit vier Xe-Kernen und 64 Ausführungseinheiten zum Einsatz.
Zwei Varianten für unterschiedliche Missionen
Intel bietet Starfire in zwei Leistungsstufen an. Die stromsparende Version arbeitet mit einer TDP von zehn Watt und erreicht rund 45 TOPS bei KI-Berechnungen.
Die leistungsstärkere Variante kommt auf 35 Watt TDP. Laut der «Borncity» erreicht diese Ausführung bis zu 75 TOPS und ist für anspruchsvollere Anwendungen im Orbit vorgesehen.
Beide Modelle unterstützen LPDDR5- und DDR5-Speicher. Zudem stehen zwölf PCIe-4.0-Lanes für weitere Komponenten zur Verfügung.
Widerstandsfähig gegen extreme Bedingungen
Für den Einsatz im Weltraum muss Hardware besonders robust sein. Starfire wurde deshalb für Temperaturen zwischen minus 55 und plus 125 Grad Celsius ausgelegt.
Wie die «Notebookcheck» berichtet, prüft Intel den Chip derzeit auf verschiedene Strahlungseinflüsse. Dazu gehören Tests gegen Total Ionizing Dose sowie Single Event Effects.

Intel gibt eine erwartete Lebensdauer von mehr als zehn Jahren an. Damit soll Starfire deutlich länger als klassische Computerhardware unter schwierigen Bedingungen arbeiten können.
KI-Verarbeitung direkt im Weltraum
Der neue Prozessor soll ermöglichen, Daten bereits an Bord von Satelliten auszuwerten. Dadurch können Berechnungen näher am Entstehungsort der Daten erfolgen.
Der «TradingKey» zufolge gehören unter anderem Satellitenbildanalyse, Navigation und die Verarbeitung von Sensordaten zu möglichen Einsatzbereichen. Der Chip soll dabei geringe Leistungsaufnahme mit moderner KI-Leistung verbinden.
Mit Starfire erweitert Intel sein Angebot um einen Spezialprozessor für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Die ersten Muster sollen ab dem dritten Quartal 2026 für ausgewählte Kunden verfügbar sein.















