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Spielzeughersteller Rolly Toys schliesst nach Insolvenz

Esada Kunic
Esada Kunic

Deutschland,

Der Spielzeughersteller Franz Schneider stellt den Betrieb ein. Über 110 Angestellte verlieren ihren Job – die Marke Rolly Toys soll bestehen bleiben.

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Nach gescheiterter Sanierung stellt der Spielzeughersteller Franz Schneider den Betrieb ein. (Symbolbild) - depositphotos

Die Franz Schneider GmbH & Co. KG aus Neustadt bei Coburg (D) schliesst zum 31. Dezember 2026 endgültig ihre Tore, wie «T-Online» berichtet. Der Spielzeughersteller hatte zuvor vergeblich Sanierungsexperten und potenzielle Investoren eingeschaltet.

Schon im Februar 2026 hatte das Familienunternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Laut der «Berliner Zeitung» bestellte das Amtsgericht Coburg am 19. Februar einen vorläufigen Sachwalter.

Sollte der Staat Traditionsunternehmen mit Fördermitteln vor der Schliessung retten?

Zum 1. Mai 2026 wurde das Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung offiziell eröffnet. Als Sachwalter fungiert seither der Nürnberger Rechtsanwalt Joachim Exner.

Rettungsversuche scheiterten

Zwischenzeitlich gab es konkrete Übernahmeangebote: Ein niederländisches und ein deutsches Unternehmen wollten den Betrieb in Neustadt komplett übernehmen. Beide Interessenten sprangen jedoch ab, wie die «Berliner Zeitung» meldet.

Inhaber Frank Schneider erklärte laut «T-Online» gegenüber dem «Fränkischen Tag»: «Die Produktion in Neustadt ist nicht mehr zu retten.»

Damit endet eine jahrzehntelange Geschichte des Spielzeugherstellers. Das Unternehmen wurde 1938 gegründet, zuletzt fertigte der Spielzeughersteller jährlich rund 250'000 Kinderfahrzeuge.

Mehrere Faktoren trieben den Spielzeughersteller in die Pleite

Als Gründe nennt Frank Schneider gegenüber der «Bild» mehrere Faktoren: 2025 verlor das Unternehmen seinen zweitgrössten Kunden. Dazu kamen stark gestiegene Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs sowie höhere Material- und Einkaufskosten.

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Der Spielzeughersteller Rolly Toys gibt nach Insolvenz auf. (Symbolbild) - keystone

Auch der Druck durch chinesische Konkurrenz und US-Zölle habe dem Exportgeschäft zugesetzt, so die «Berliner Zeitung». Der neu gewählte Oberbürgermeister Dominik W. Heike bezeichnete die Schliessung als «Zäsur für Neustadt».

Besonders betroffen sind ältere Beschäftigte. Viele der über 110 Mitarbeiter sind zwischen 50 und 62 Jahre alt.

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Kommentare

User #6362 (nicht angemeldet)

Ach so, wieder Deutschland. Ich dachte schon, ich kenne den Laden gar nicht...

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