Trotz Regen: Unseren Seen und Flüssen geht's noch nicht besser

    Fabienne Endras
    Fabienne Endras

    Bern,

    Die Trockenheit in der Schweiz hält an. Daran konnten auch die Regenfälle der letzten Tage nichts ändern.

    Wasserpegel
    Regenfälle brachten kurzfristig etwas Wasser in kleinere und mittlere Flüsse, aber die Pegel sind nur kurzfristig ein wenig gestiegen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Regenfälle von Mittwoch brachten etwas Wasser – doch nur kurzfristig.
    • Gletscherschmelzwasser kann das fehlende Regenwasser nicht vollständig ersetzen.
    • Die Lage bleibt angespannt, denn es wird in den nächsten Tagen kaum Regen erwartet.

    In den vergangenen 30 Tagen fiel in weiten Teilen der Schweiz deutlich weniger Regen als üblich in dieser Jahreszeit. Laut dem Trockenheitsbulletin des Bundesamts für Umwelt (BAFU), MeteoSchweiz und Swisstopo gab es nur rund 60 Prozent des erwarteten Niederschlags.

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    In Herzogenbuchsee BE gewitterte es am Mittwochabend heftig. - Nau.ch

    Dementsprechend sind die Pegelstände der Schweizer Gewässer tief. Die Regenfälle vom Mittwoch brachten zwar kurzfristig etwas Wasser in kleinere und mittlere Flüsse auf der Alpennordseite. Doch dem aktuellen Trockenheitsbulletin kann man entnehmen, dass dieser Effekt nur von kurzer Dauer war.

    Robin Poëll, Informationsbeauftragter des BAFU, bestätigt auf Anfrage von Nau.ch: «Auch wenn Seen und Flüsse zum Teil kurzzeitig angestiegen sind, liegen sie nach wie vor in für die Saison sehr unterdurchschnittlichen Bereichen. Dies ist insbesondere bei grossen Gewässern wie dem Bodensee und dem Rhein der Fall.»

    Keine Entspannung in Sicht

    Beim Logistikdienstleister Rhenus Alpina-Gruppe, der Frachtschiffe auf dem Rhein führt, sprach man Anfang September von zwei Wochen Dauerregen, die benötigt werden. Nur so werde sich der Wasserpegel des Rheins so weit erholen, dass Frachtschiffe wieder normal fahren können.

    Aber laut MeteoSchweiz ist für die kommenden Tage keine Entspannung in Sicht. Das Wetter wird warm und trocken. Was das Niedrigwasser weiter verschärft.

    Freust du dich, dass es nochmals warm und trocken wird in den nächsten Tagen?

    In den Alpen werde die Gletscherschmelze zwar wieder zunehmen. Doch: Schmelzwasser aus den Gletschern speise Flüsse, könne das fehlende Regenwasser aber nicht vollständig ersetzen.

    Auch das Grundwasser leidet

    Nicht nur Flüsse und Seen sind von der Trockenheit betroffen. Auch die Böden und das Grundwasser leiden. Laut Poëll sei trotz des Regens vom Mittwoch in tiefere Bodenschichten oder ins Grundwasser kaum Wasser vorgedrungen.

    Gemäss dem Trockenheitsbulletin zeigen zahlreiche Messstationen weiterhin tiefe Grundwasserstände an. Nach den Niederschlägen in der letzten Woche hätten sich aber oberflächennahe Grundwasservorkommen teils vorübergehend erholen können, heisst es weiter.

    Vor allem auf der Alpensüdseite, wo es Ende August viel Regen gab, habe sich die Situation deutlich entschärft, sagt Poëll.

    Jedoch hat sich die Lage noch nicht entspannt. Denn die Pegel sinken auch dort schon wieder.

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    Kommentare

    User #1621 (nicht angemeldet)

    na denn sofort ein staatssubventioniertes pflästeri einfordern! vielleicht könnte man die seen auch in eine psychotherapie schicken, die steuerzahler spenden gerne!

    User #4391 (nicht angemeldet)

    Die Bäche versiegt, der Rhein hat kaum Wasser mehr, schlimmste Waldbrände, verdörrte Felder, verzweifelte Bauern, massives Fischsterben... man muss wirklich entsetzlich kaputt sein, hier noch Leute mit der stupiden Leugnung des Problems zu belästigen.

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