Jobs

Künstliche Intelligenz: US-Firma schafft 13 neue Jobs

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

USA,

Künstliche Intelligenz nimmt nicht nur Jobs weg, sondern kreiert auch neue. Doch wie lange sind die extra geschaffenen KI-Stellen nötig?

Künstliche Intelligenz
Eine US-Firma schafft dank Künstlicher Intelligenz 13 neue Stellen. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Firma Box hat dank KI 13 neue Stellen erfunden.
  • Die Anzahl der Mitarbeitenden soll innert eines Jahres von 2900 auf über 3000 steigen.
  • Ein Professor bemerkt: Noch ist unklar, ob die Stellen vorübergehend oder permanent sind.

Künstliche Intelligenz ersetzt menschliche Arbeitskräfte und nimmt deren Jobs weg? Diese Sorge hört man in Verbindung mit KI nicht selten.

Bei einem Unternehmen aus dem Silicon Valley geschieht das Gegenteil.

Der Softwarehersteller Box setzt dank Künstlicher Intelligenz auf noch mehr Arbeitskräfte. Ganze 13 Stellen sind bei der US-Firma neu hinzugekommen.

Arbeiteten Anfang des Jahres rund 2900 Personen im Unternehmen, sollen es zu Beginn des nächsten über 3000 sein. Das berichtet die «New York Times».

CEO: Müssen tatsächlich mehr einstellen

Box startete vor vier Jahren damit, Künstliche Intelligenz in seine Produkte zu integrieren. Das Unternehmen bat seine Mitarbeitenden in der Folge, ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen bei der Nutzung des neuen Werkzeugs zu helfen.

Schliesslich schrieb Box neue Stellen aus, die es ohne KI nicht geben würde. Zum Beispiel: Senior Director für KI, KI-Architekt, KI-Lösungsmanager und KI-Plattformleiter.

«Wir verkaufen unseren Kunden selbst KI, weshalb wir tatsächlich mehr Mitarbeiter einstellen müssen», sagt Geschäftsführer Aaron Levie der US-Zeitung.

Als Nutzer von KI profitiere man von «neuen Formen der Produktivität, die ebenfalls dazu führen, dass wir Mitarbeiter einstellen».

Anders als bei anderen Tech-Firmen zeigt sich bei Box also, dass KI auch zu einer Zunahme von Arbeitsplätzen führen kann.

Die Zunahme von KI-generiertem Code führt etwa zu einem grösseren Bedarf an Cybersicherheitsexperten. Andernorts bedarf es zusätzlicher Ingenieure, die Kunden helfen, Künstliche Intelligenz in ihre Systeme zu integrieren.

Künstliche Intelligenz: Stellen vorübergehend oder langfristig?

Dass diese teilweise Zunahme an Arbeitsplätzen dank KI aber langfristig anhält, ist nicht garantiert. Die durch KI verloren gegangenen Jobs dürften zudem nicht kompensiert werden können.

Die Technologie sei noch in der Entwicklung, sagt Stephan Meier, Professor für Unternehmensstrategie an der Columbia Business School, zur «NYT».

Daher sei noch unklar, ob die neuen KI-Stellen nur vorübergehend oder permanent sind und ob die Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte finden.

Meier verweist aber auf frühere Jahrzehnte, in denen neue Technologien neue Jobs geschaffen haben. Als Beispiel nennt der Professor die Einführung von Computern, die bei Firmen eine IT-Abteilung zur Folge hatte.

«Es entstanden völlig neue Berufe, neue Unternehmen und neue Studiengänge.»

Denkst du, die neu geschaffenen KI-Stellen braucht es auch in fünf Jahren noch?

Für Box-Geschäftsführer Levie stellt sich die Frage: «Wann verlangsamt sich die KI?» Denn bezüglich neuer Anstellungen «wäre das der Moment, in dem es sich vielleicht auf einem bestimmten Niveau einpendelt».

Zuletzt habe sich das Tempo bei der Einstellung von Softwareentwicklern nicht verlangsamt, sagt das Unternehmen. Dies, obwohl sich die Programmierfähigkeiten der KI verbessert hätten.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5173 (nicht angemeldet)

Schweizer KMU schafft dank Fleiss 17 Arbeitsstellen. Problem, Niemand merkt es oder veröffentlicht das.

User #3751 (nicht angemeldet)

Uiii, 13 Jobs? Ist somit die Weltwirtschaft gerettet??

Weiterlesen

KI Reisen Reiseplanung
4 Interaktionen
Gefahr
16 Interaktionen
Laut Umfrage
KI
236 Interaktionen
HR-Kampf
DZT
Culinary Germany

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Ärger
Kantonspolizei Thurgau
Sulgen TG
Flixbus 666
2 Interaktionen
«Höllenlinie»

MEHR JOBS

siegwerk
10 Interaktionen
Türkei-Umzug
hans hassler ag
1 Interaktionen
«Ruinöse Branche»
autoindustrie
52 Interaktionen
Bis 2035
3 Interaktionen
Frankfurt/Main

MEHR AUS USA

Donald Trump
4 Interaktionen
Washington
UN Khalilur Rahman
Neuer Präsident
Annalena Baerbock
8 Interaktionen
New York
32 Millionen Mücken
8 Interaktionen
Mückenprojekt