Schweizer Stromkonzerne spüren Nahostkonflikt vor allem indirekt
Das Geschäft der Schweizer Stromversorger ist indirekt vom Nahostkonflikt betroffen. Kommt es zu Turbulenzen an den europäischen Energiemärkten, sind die Unternehmen dem unterschiedlich stark ausgesetzt.

Direkte operative Auswirkungen seien derzeit zwar begrenzt, heisst es von der Berner BKW auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. «Indirekt wirken sich jedoch erhöhte Marktvolatilität, Preisbewegungen und veränderte Beschaffungsbedingungen auf das Handels- und Beschaffungsgeschäft aus.»
Dank einer diversifizierten Produktionsstruktur und einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie könne man mit solchen Marktveränderungen umgehen. Die Versorgung der Kunden mit Strom sei sichergestellt.
Alpiq ist den Preisbewegungen an den Grosshandelsmärkten ebenfalls stark ausgesetzt – umso mehr, da der Energiekonzern keine tariflich gebundenen Strom-Endkonsumenten hat. «Da der grösste Teil der Stromerzeugung nicht aus Gaskraftwerken besteht, schlagen erhöhte Gaspreise kostenseitig nur gering durch», heisst es allerdings.
Die Stromerzeugung aus Kraftwerken ohne Gas als Brennstoff hat mit den Preissteigerungen in den vergangenen Tagen ebenfalls an Wert gewonnen. Allerdings sei ein grosser Teil der Produktion für die kommenden Jahre bereits abgesichert, so dass nicht die vollen Preisbewegungen durchschlagen würden, so Alpiq.
Die Axpo ist physisch nicht direkt dem Schiffsverkehr aus dieser Region ausgesetzt, heisst es zudem vom grössten Schweizer Energiekonzern auf die Frage, welche Auswirkungen der Iran-Krieg auf das Geschäft hat. Man beobachte die Situation und passe das Kunden- und Handelsgeschäft, wenn nötig, an.










