EU

    Schweizer Pharmaexporte von USA-EU-Deal betroffen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die angekündigten US-Zölle auf EU-Pharmaprodukte könnten die Schweizer Pharmaindustrie hart treffen.

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    Ab wann Zölle auf Pharmaprodukte erhoben werden sollten, blieb zunächst unklar. (Archivbild/Symbolbild) - dpa

    Rund die Hälfte der Medikamentenexporte aus der Schweiz in die USA erfolgt gemäss dem Branchenverband Interpharma über EU-Staaten. US-Zölle auf den Import von Pharmaprodukten aus der EU betreffen dadurch auch die Schweizer Pharmaindustrie indirekt.

    Die angekündigten 15 Prozent Zölle schienen das Worst-Case-Szenario vorerst verhindert zu haben, sagte ein Sprecher des Schweizer Verbands der forschenden Pharmaindustrie Interpharma am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Klar sei aber, dass auch ein Zollsatz von 15 Prozent für die Schweiz grosse negative Auswirkungen hätte und den Forschungs- und Produktionsstandort nachhaltig schwächen würde. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die Schweiz und Europa umso entschlossener ihre Standortbedingungen stärken, so der Sprecher weiter.

    Auswirkungen auf Forschung und Produktion

    Die Schweizer Pharmaindustrie investiere erheblich in den USA und trage dort zur Forschung, Produktion und Beschäftigung bei. Protektionistische Massnahmen untergraben gemäss Interpharma diese enge Partnerschaft.

    Die USA und die EU einigten sich am Sonntag in Schottland im Handelsstreit auf Zölle von 15 Prozent auf den Import von EU-Produkten in die USA ab dem 1. August, wie die Europäische Kommission mitteilte. Dieser Zollsatz solle auch für Pharmaprodukte nicht überschritten werden.

    Pharmaprodukte waren bisher stets von den Zöllen der US-Regierung ausgenommen. Präsident Donald Trump liess für diesen Produkttyp eine Untersuchung starten und deutete an, dass Aufschläge auf Einfuhren bis zu 200 Prozent betragen könnten, wie die französische Nachrichtenagentur AFP vergangene Woche vermeldete.

    Unklarheit über zukünftige Regelungen

    Gemäss dem Verständnis der Europäischen Kommission sollten die Zölle auf Pharmaprodukte für die EU den Höchstwert von 15 Prozent nicht übersteigen, sagte ein Beamter der Europäischen Kommission am Montag in Brüssel. Derzeit lägen sie bei null. Ab wann Zölle auf Pharmaprodukte erhoben werden sollten, blieb zunächst unklar.

    Kommentare

    User #3507 (nicht angemeldet)

    na und ? Einfach nichts mehr liefern in die USA, es wird auch andere Abnehmer geben. Mal sehen, wo die USA dann landet, wenn sie keine Medikamente mehr erhalten.

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