Schweizer Finanzplatz profitiert stark vom Krieg im Nahen Osten
Reiche aus dem Nahen Osten verschieben wegen des Kriegs im Iran immer mehr Gelder in die Schweiz. Dennoch muss die Schweiz eine Spitzenposition abgeben.

Das Wichtigste in Kürze
- Honkong holt die Schweiz als weltweit grösstes Vermögenszentrum ein.
- Beide Finanzplätze verwalteten 2025 rund 2,9 Billionen US-Doller aus dem Ausland.
- Gleichzeitig wird klar: Der Schweizer Finanzplatz profitiert vom Krieg.
Im globalen Rennen um die Vermögen der Superreichen bekommt die Schweiz erstmals ernsthaft Konkurrenz aus Asien: Hongkong ist laut dem «Global Wealth Report 2026» mit der Schweiz als weltweit grösstes Zentrum für grenzüberschreitende Vermögen gleichgezogen.
Beide Finanzplätze verwalteten 2025 als globale Buchungszentren jeweils rund 2,9 Billionen US-Dollar an Auslandsgeldern, wie die Boston Consulting Group (BCG) am Mittwoch mitteilte.

Während Hongkong mit Geldzuflüssen aus China und einem boomenden Börsenmarkt um 10,7 Prozent wuchs, legte die Schweiz nur um 7,6 Prozent zu.
Die Alpenrepublik profitiere dabei vor allem von ihrer Rolle als sicherer Hafen in geopolitisch unsicheren Zeiten. Besonders Vermögen aus dem Nahen Osten flössen verstärkt in die Schweiz, hiess es.
So eröffnen immer mehr Wohlhabende aus dem Nahen Osten hierzulande ein Konto.
Schweizer Finanzvermögen soll weiter wachsen
Das gesamte Finanzvermögen in der Schweiz soll weiter wachsen. Laut BCG stieg es 2025 auf 4,2 Billionen Dollar und dürfte bis 2030 auf 5,1 Billionen anwachsen. Damit verzeichne die Schweiz eine der höchsten Wachstumsraten in Westeuropa.
Weltweit legte das Finanzvermögen 2025 um 10,7 Prozent auf 333 Billionen Dollar zu – so stark wie seit 2021 nicht mehr.
Gründe dafür seien unter anderem steigende Aktienmärkte sowie die hohe Nachfrage nach Gold in Zeiten geopolitischer Spannungen gewesen, hiess es im Bericht.
















