Schindler rechnet mit langer Überprüfung der Kone-TK-Fusion
Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler zeigt sich unbeeindruckt von der angekündigten Mega-Fusion der beiden Konkurrenten Kone und TK Elevator.

Die Ankündigung der Fusionsvereinbarung habe «keine Auswirkungen» auf Schindler, teilte eine Sprecherin am Mittwochnachmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mit.
«Wir werden uns weiterhin auf unsere operativen Prioritäten konzentrieren und unserer strategischen Agenda treu bleiben», sagte die Sprecherin weiter. Allerdings bleibe die Haltung von Schindler zur potenziellen Transaktion «unverändert» – und damit kritisch.
Denn eine globale Übernahme von TK Elevator durch Kone würde zwei der grössten globalen Marktteilnehmer vereinen. «Angesichts des Umfangs und der weitreichenden Überschneidungen ist mit erheblichem Widerstand der betroffenen Marktteilnehmer zu rechnen», meint Schindler.
Dies mache «langwierige behördliche Prüfungen und Rechtsstreitigkeiten wahrscheinlich». Für Kunden und Mitarbeitende bedeute dies zudem Unsicherheit.
Der familiengeführte finnische Aufzughersteller Kone will den bisherigen Konkurrenten TK Elevator von einem Konsortium um die Finanzinvestoren Cinven und Advent übernehmen. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden, wie die Parteien am Mittwoch mitteilten. Die Übernahme solle in bar und neuen Kone-Aktien erfolgen, hiess es.
Mit einem Abschluss wird frühestens im zweiten Quartal 2027 gerechnet. Die zuständigen Behörden müssen dem Deal noch zustimmen.










