Hier erfahren Marokkaner, dass sie nicht bleiben dürfen
Ein Reporter erklärt in der spanischen Enklave Ceuta Marokkanern, dass sie dort nicht bleiben dürfen. Einem jungen Marokkaner ist die Enttäuschung anzusehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Gruppe junger Marokkaner erfährt in Ceuta von einem Reporter, dass sie nicht bleiben dürfen.
- Sie hätten auf Facebook und Instagram gelesen, dass Spanien seine Tore geöffnet habe.
- Die Männer wollen nicht zurück nach Marokko, dort gebe es «keine Hoffnung».
Innert kürzester Zeit stürmten rund 50’000 Migranten aus Marokko die spanische Enklave Ceuta in Nordafrika. Dies über das Meer.
Spanischen Behörden zufolge sind fast alle wieder zurückgekehrt. Bei dem Ansturm übers Meer sind laut der spanischen Regierung mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen.
In einem Video, das «CBS News» geteilt hat, ist der Moment zu sehen, in dem einige Marokkaner erfahren, dass sie nicht bleiben dürfen. Dabei ist ein Reporter des US-Medienkonzerns zu sehen, wie er mit einer Gruppe Migranten spricht – zuvorderst ein junger Marokkaner.
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Der Reporter erzählt, es werde allen gesagt, dass niemand in Spanien Asyl kriege und alle zurückkehren müssten. In diesem Moment ist dem jungen Marokkaner anzusehen, wie eine Welt zusammenbricht.
«Es hiess, Spanien öffne seine Tore»
Der Reporter erklärt ihm, dass Spaniens Polizei und Militär alle zurückweise. Sein Blick: ungläubig.
Darauf erwidert der junge Mann: «Was wenn viele hier bleiben? Das wäre doch kein Problem, oder?»
Der junge Marokkaner erklärt dem Reporter anschliessend, dass sie in sozialen Medien gelesen hätten, dass man nach Spanien kommen könne: «Es hiess, Spanien öffne seine Tore», sagt er.
«Egal wo, nur nicht in Marokko»
Das habe er auf Facebook und Instagram gelesen. «Alle wollten hierherkommen.» Damit dürften Berichte über ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gemeint sein.
Denn: Die Richter verboten Anfang Monat die Pushbacks, also eine Abschiebung, wenn Migranten schwimmend nach Spanien gelangen.
Die Gruppe Marokkaner drückt klar aus, dass sie nicht in Marokko leben wollen. Man könne in Marokko nicht glücklich werden. «Meine Mutter hat mir gesagt, dass ich ein gutes Leben führen soll», so der junge Mann.
Das müsse auch nicht in Spanien sein: «Egal wo, nur nicht in Marokko.» Dort gebe es «keine Hoffnung».












