Polestar sieht mehr E-Auto-Interesse nach Spritpreis-Anstieg
Der Tesla-Herausforderer Polestar sieht verstärktes Interesse an Elektroautos inmitten des vom Iran-Krieg ausgelösten Anstiegs der Spritpreise. Die Reichweitenangst sei nicht mehr da, sagte Polestar-Chef Michael Lohscheller.

Die «Zapfsäulenangst» sei hingegen da und bleibe auch noch ein bisschen«, sagte Lohscheller der deutschen Nachrichtenagentur DPA.
Dabei entwickelten sich die Gebrauchtwagen-Zahlen zunächst noch besser als die Neuwagen-Verkäufe. Das sei «der erste Gradmesser: Wenn Gebrauchtwagen sich verbessern, dann können Sie genau ablesen, das wird auch die Neuwagen irgendwann betreffen», sagte Lohscheller. Aktuell machten Gebrauchtwagen rund 30 Prozent der Polestar-Verkäufe aus.
Hinter Polestar steht der chinesische Autokonzern Geely, dem auch die Automarke Volvo gehört. Im vergangenen Quartal steigerte Polestar den Absatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13'126 Elektrofahrzeuge – insbesondere dank Märkten wie Deutschland, Schweden, Südkorea und Australien. Europa ist die wichtigste Region mit 78 Prozent vom Absatz, die Verkäufe in den USA gingen zuletzt zurück.
Der Autobauer entschied jüngst, sein Modell Polestar 3 nur noch im Volvo-Werk in den USA zu bauen, statt auch in China. Die US-Zölle hätten dabei «auch eine Rolle gespielt», während es insgesamt effizienter sei, ein Modell nur in einem Werk zu produzieren, sagte Lohscheller. Für 2028 peilt die Firma den Bau des Modells Polestar 7 in Europa an.










