Haft

Mann verkaufte seine Frau in Schweden an 120 Männer – 4 Jahre Haft

Sina Barnert
Sina Barnert

Schweden,

Im schwedischen «Pelicot-Fall» gibt es ein Urteil. Der Mann, der seine Frau gegen ihren Willen an 120 Männer verkaufte, muss für über vier Jahre ins Gefängnis.

Gericht
An 120 Männer verkaufte ein 61-jähriger Mann seine Frau in Schweden. Nun muss er für viereinhalb Jahre hinter Gitter. - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mann aus Schweden hat seine Frau gegen ihren Willen an 120 Männer verkauft.
  • Um sie gefügig zu machen, wendete er Gewalt an, bedrohte und überwachte sie.
  • Nun wurde der 61-Jährige zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

In Schweden ist am Dienstagmorgen ein spektakulärer wie schockierender Gerichtsprozess zu Ende gegangen.

Angeklagt war ein 61-jähriger Mann aus Kramfors. Er soll ein ehemaliger Anführer der Hells Angels gewesen sein.

Ihm wurde vorgeworfen, seine eigene Ehefrau gegen ihren Willen an 120 Männer verkauft zu haben. Um sie gefügig zu machen, soll er sie immer wieder mit dem Tod bedroht haben.

«Du sollst nur f***en und gehorchen»

Zudem überwachte er seine Frau mit Überwachungskameras und soll sie mehrfach vergewaltigt haben. Er soll ihr ausserdem mehrmals die Rippen gebrochen und sie gewürgt haben.

Gewalt
Die Frau wurde von ihrem Mann gewürgt und mit dem Tod bedroht, zudem soll er ihr mehrfach die Rippen gebrochen und sie vergewaltigt haben. - keystone

Im Oktober vergangenen Jahres gelang der Frau dank eines toten Winkels in der Kameraüberwachung schliesslich die Flucht. Unterwegs alarmierte sie die Polizei.

Sie sei auch deshalb geflohen, weil sie endlich den Beweis dafür gehabt habe, dass ihr Mann sie zur Prostitution zwinge. In einer SMS habe er geschrieben: «Du sollst nur f***en und gehorchen.»

Mann muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis

Nun wurde im Fall, der als «Pelicot»-Fall von Schweden bekannt geworden ist, ein Urteil gesprochen. Demnach muss der 61-Jährige für vier Jahre und fünf Monate hinter Gitter, schreibt die schwedische Zeitung «Aftonbladet».

Ist das Urteil zu milde ausgefallen?

Vor Gericht hatte der 61-Jährige die Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe seine Frau nicht zur Prostitution gezwungen. Vielmehr habe er die administrative Rolle übernommen, um ihren langjährigen Traum zu unterstützen, Luxusprostituierte zu werden.

Verurteilt wurden nebst dem 61-Jährigen Ehemann auch 28 der 29 Mitangeklagten. Sie hatten die sexuellen Dienstleistungen der Frau gekauft.

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