Norwegischer Staatsfonds verdient 160 Milliarden Euro
Der norwegische Staatsfonds hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn von umgerechnet 150 Milliarden Franken erzielt. Rückenwind erhielt der weltgrösste Staatsfonds vor allem von steigenden Aktienkursen und asiatischen Technologiewerten.

Der Gewinn belief sich auf 1,753 Billionen norwegische Kronen und war damit in Landeswährung so hoch wie noch nie. Dies entspricht einer Rendite von 9,4 Prozent. Dabei holte der Fonds im zweiten Quartal kräftig auf: Nach den ersten drei Monaten hatte noch ein Verlust von umgerechnet 109 Milliarden Franken Buche gestanden.
Ende Juni verwaltete der Fonds ein Vermögen von 22,683 Billionen Kronen oder knapp 1,9 Billionen Franken. Rund 72 Prozent davon waren in Aktien und 26 Prozent in Anleihen investiert. Hinzu kommen Immobilien und nicht börsenkotierte Projekte für erneuerbare Energien. Allein die Aktienanlagen erzielten im Halbjahr eine Rendite von 13 Prozent.
Der mit den norwegischen Öleinnahmen gespeiste Fonds hält Beteiligungen an knapp 7100 Unternehmen weltweit und besitzt im Schnitt rund 1,5 Prozent aller börsenkotierten Unternehmen. Zu seinen grössten Positionen zählen Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft und der taiwanische Chiphersteller TSMC.
Der Fonds wurde 1990 geschaffen, um die Einnahmen aus Norwegens Öl- und Gasgeschäft langfristig für heutige und künftige Generationen anzulegen. Mit seinem Vermögen ist er der grösste Staatsfonds der Welt und zugleich eine wichtige Stütze der norwegischen Staatsfinanzen.














