Netflix will Warner Studios mit Bar-Angebot locken
Netflix bereitet reines Bar-Angebot vor, um Warner Bros Discovery zu sichern. Der Verkauf der Filmstudios und des Streaminggeschäfts soll beschleunigt werden.

Netflix steht angeblich kurz vor einem reinen Bar-Angebot für Teile von Warner Bros Discovery. Dieses soll den Verkauf der Film- und Streamingsparten vorantreiben.
Wie «Financial Times» berichtet, beläuft sich der Deal auf rund 83 Milliarden Dollar. Wettbewerber wie Paramount setzen ebenfalls aggressiv nach.
Netflix will mit dem All-Cash-Angebot die Aktionäre überzeugen. Laut «Financial Times» dienen die Änderungen der Konditionen der Abwehr solcher Gegenangebote.
Bieterkampf um Warner Studios eskaliert
Warner Bros Discovery hat zuvor eine Aufspaltung geplant. Die Streaming- und Studiosparte soll getrennt vom Global-Networks-Geschäft verkauft werden.
«BBC» meldet, Netflix habe bereits ein Abkommen für 72 Milliarden Dollar erreicht. Berichten zufolge umfasst das Angebot 85 Prozent Bargeld.
Dies erleichtert den Abschluss gegenüber Aktienpaketen. Wie «Tagesschau» schreibt, zielt Netflix auf Produktions- und Streamingbereich ab.
Strategische Motive von Netflix
Die Transaktion stütze sich stark auf Fremdkapital, was Investoren verunsichert. Nach Berechnungen von «TradingKey» musste Netflix für den Deal etwa 50 Milliarden Dollar zusätzliche Schulden aufnehmen.
Das ist deutlich mehr als die bisherige Nettoverschuldung. Für Netflix bedeutet Warner vor allem den Zugriff auf ikonische Marken und umfangreiche Rechtepakete.
Nach Analyse von «Deloitte M&A Port» würden besonders DC-Comics-Franchises und bekannte Serien das Netflix-Portfolio sofort aufwerten.
Regulatorische Hürden
Offen bleibt die Frage der kartellrechtlichen Genehmigung in den USA und Europa. Wie «CNN» betont, handelt es sich um einen seltenen Mega-Deal.

Dieser könnte die Marktstruktur im Mediensektor grundlegend verschieben. Netflix führt nach Angaben von «Deadline» dennoch aus, man sei zuversichtlich, den Prüfungsprozess zu bestehen.
Die endgültige Bewertung von Wettbewerbshütern und Politik entscheidet nun, ob aus dem Bar-Angebot an Warner Studios ein neuer Entertainment-Gigant entsteht.
















