Nestlé erholt sich im Ausser-Haus-Geschäft weiter von den Einbrüchen aus der Zeit der Corona-Schutzmassnahmen. Dass die Leute nun wieder vermehrt unterwegs sind und etwa ins Restaurant gehen, kurbelt besonders die Verkäufe von Wasser und Süssigkeiten an.
Nestlé hat im ersten Halbjahr zwar mehr umgesetzt, aber unter dem Strich weniger verdient. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf 45,6 Milliarden Franken. Der Reingewinn sank dagegen um 11,7 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken.
Nestlé hat im ersten Halbjahr zwar mehr umgesetzt, aber unter dem Strich weniger verdient. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf 45,6 Milliarden Franken. Der Reingewinn sank dagegen um 11,7 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken. - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Insgesamt wuchsen die Umsätze in den Ausser-Haus-Kanälen in den ersten neun Monaten 2022 um über einen Viertel, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Mittwoch mitteilte. Damit wurde auch das Niveau vom Vorkrisenjahr 2019 übertroffen.

Davon profitierte etwa der Verkauf von Flaschen-Wasser wie S.Pellegrino. Dieser wuchs organisch um rund 15 Prozent. Auch Süsswaren legten um rund 11 Prozent zu, getrieben von höheren Kitkat-Verkäufen.

Umgekehrt wuchs der Absatz von Tiefkühlpizzen und anderen Tiefkühlprodukten wieder etwas langsamer. Überhaupt steigerte die Kategorie Fertiggerichte den Umsatz hauptsächlich über Preiserhöhungen, während die verkauften Mengen um 6,3 Prozent sanken.

Auch Nespresso schaltete nach einem starken Vorjahr einen Gang zurück. Die Verkaufsmenge sank um 1,9 Prozent. Noch in den ersten neun Monaten 2021 hatte die Marke auch dank hohem Kaffeeverbrauch im Home Office um 10 Prozent zulegen können. Dafür konnten nun die Ausser-Haus-Produkte von Nestlé Professional und Starbucks ein starkes zweistelliges Wachstum verbuchen.

Mehr zum Thema:

StarbucksNespressoVerkaufWasserNestléCoronavirus