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    Microsoft-Chef: Homeoffice schadet der Gesundheit

    Benedikt Theiler
    Benedikt Theiler

    USA,

    IT-Konzerne wollen ihren Mitarbeitern Homeoffice auch nach der Coronavirus-Krise ermöglichen. Microsoft-Chef Satya Nadella befürchtet soziale Konsequenzen.

    microsoft homeoffice
    Microsoft-Chef Satya Nadella (Archivfoto). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Twitter und Co. wollen ihren Mitarbeitenden das Homeoffice auf Dauer ermöglichen.
    • Microsoft-CEO Satya Nadells befürchtet psychische und soziale Folgen für die Mitarbeiter.
    • Zuckerberg glaubt, dass in zehn Jahren die Hälfte seiner Beschäftigten im Homeoffice sind.

    Twitter und Facebook machen es vor: Auch nach der Coronavirus-Krise wollen die beiden Internet-Giganten auf Homeoffice ihrer Mitarbeiter setzen. Klar: Die Firmen können damit reichlich Bürokosten sparen. Aber auch die Mitarbeiter haben eine Work-Life-Balance.

    Homeoffice
    Ein Laptop auf einem Tisch, am Boden Spielsachen. (Symbolbild) - Keystone

    Nicht so, findet Mitstreiter Microsoft. Chef Satya Nadella äussert sich äusserst kritisch über das dauerhafte Arbeiten im Homeoffice. Er befürchtet schwerwiegende Folgen für soziale Interaktionen und die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden.

    Laut dem 52-Jährigen könnten persönliche Treffen nicht einfach durch virtuelle Videokonferenzen ersetzt werden. Und ein Teil des sozialen Kapitals, das die Gesellschaft aufgebaut habe, könnte seiner Meinung nach durch die Tele-Arbeit «verbrannt» werden. Diese Befürchtung äussert der in Indien geborene US-Informatiker gegenüber der «Times of India».

    Satya Nadella
    Satya Nadella, CEO von Microsoft, sitzt anlässlich eines gemeinsamen Presse-Gesprächs mit dem Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen im Volkswagen Digital Lab in Friedrichshain. - dpa

    Komplett auf Homeoffice zu setzen, ersetze lediglich «ein Dogma mit einem anderen». «Wie sieht Burnout aus? Wie psychische Gesundheit? Wie sieht diese Verfügbarkeit und der Aufbau von Gemeinschaften aus?», wirft der Microsoft-Boss auf. Auch fragt er sich, wie der Aufbau und die Verfügbarkeit der Gemeinschaft bei Homeoffice aussehen werde.

    Für Zuckerberg effizienter als erwartet

    Fragen, die sich auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg gestellt hat. Auf Dauer sei es eine wichtige Frage, wie man dabei Unternehmenskultur, Kreativität und soziale Kontakte erhalten könne. Dies erklärte er in einem Gespräch mit «The Verge».

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    Mark Zuckerberg hat riesige KI-Rechenzentren angekündigt. - dpa

    Die Corona-Krise habe aber gezeigt, dass sich das Arbeiten von Zuhause effizienter als erwartet erwiesen habe. Zudem sieht Zuckerberg viele Vorteile von Homeoffice. Etwa, dass mehr Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten für ein unternehmen arbeiten könnten. Dies, weil weniger Mitarbeiter umziehen oder pendeln müssten.

    Er glaubt darum, dass in zehn Jahren rund die Hälfte der Beschäftigten seines Netzwerks von Zuhause aus arbeiten werden.

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