Tool von Anthropic löst Börsenbeben aus

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Das Claude Cowork Plugin von Anthropic erschüttert Softwarebranche. 285 Milliarden Dollar wurden vernichtet, Anleger sind in Panik vor der digitalen Disruption.

    Anthropic Börsengang
    Anthropic bereitet einen möglichen Börsengang vor und sorgt mit seiner hohen Bewertung für Aufmerksamkeit. - depositphotos

    Ein neues KI-Tool von Anthropic hat am Dienstag einen historischen Börsenabsturz ausgelöst. Das Claude Cowork mit seinen Plugins löste Verkaufswellen aus, die rund 285 Milliarden Dollar (etwa 259,35 Milliarden Franken) Börsenwert vernichteten.

    Besonders hart traf es Software-, Finanz- und Datendienstleister auf beiden Seiten des Atlantiks. Wie «Newsbit» berichtet, fiel ein von Goldman Sachs zusammengestellter Korb aus US-Softwareaktien um sechs Prozent.

    Nutzt du KI-Tools?

    Der Crash begann bereits vor Eröffnung der US-Börsen, als Händler auf eine Ankündigung von Anthropic reagierten.

    KI-Tool von Anthropic löst Beben an Börsen aus

    Thomson Reuters verzeichnete mit minus 16 Prozent den grössten Tagesverlust seiner Geschichte, berichtet «Envestor».

    Der britische Datendienstleister RELX brach um 14 Prozent ein. Auch Legalzoom.com und der iShares Software-ETF wurden erfasst.

    Das neue Legal Plugin kann Verträge prüfen oder juristische Briefings erstellen, wie «Der Standard» schreibt. Dies stellt das lukrative Lizenzmodell traditioneller Softwareanbieter grundsätzlich infrage.

    Analysten warnen vor struktureller Disruption

    Analysten von Morgan Stanley bewertete die Entwicklung als Zeichen verschärften Wettbewerbs, meldet «Finanzmarktwelt».

    Stephen Yiu vom Blue Whale Growth Fund erklärt laut «Finanzmarktwelt», 2026 werde entscheiden, wer KI-Gewinner oder Opfer wird. Die wichtigste Fähigkeit sei nun, die Verlierer rechtzeitig zu erkennen.

    Jim Reid (Deutsche Bank) konstatiert einen Wandel von Euphorie zu wachsender Besorgnis über die Disruption etablierter Geschäftsmodelle, schreibt das «Handelsblatt».

    Werbebranche unter massivem Druck

    Auch Werbekonzerne gerieten ins Visier der Anleger, berichtet «Trending Topics». Publicis verlor über neun Prozent, nachdem das Unternehmen 900 Millionen Euro für KI-Akquisitionen angekündigt hatte.

    KI Anthropic
    Mit neuen Partnerprogrammen will KI Anthropic die Verbreitung seiner KI-Lösungen beschleunigen. (Symbolbild) - keystone

    Omnicom brach um elf Prozent ein, die britische WPP fiel um 11,8 Prozent.

    Analysten von Barclays stufen Agenturen als besonders gefährdet ein, sollten KI-Agenten künftig Kampagnen autonom planen können.

    Grundsatzfrage für die Software-Industrie

    Jochen Stanzl von der Consorsbank spricht laut «Handelsblatt» von einem Frontalangriff auf Softwareunternehmen. Die zentrale Frage laute: Wozu braucht es klassische Software, wenn KI-Agenten Aufgaben erledigen und individualisierte Lösungen erstellen können?

    Claude Cowork unterscheidet sich fundamental von bisherigen KI-Tools durch seine agentischen Fähigkeiten. Anders als Chatbots führt das System aktiv Aufgaben auf Computern aus und arbeitet asynchron über längere Perioden.

    Anthropic positioniert sich damit als Anti-OpenAI, schreibt «Trending Topics». Statt auf die breite Masse setzt das Unternehmen auf professionelle Anwendungsfälle mit hohen Datenschutzstandards.

    Skeptiker sehen Überreaktion der Märkte

    Nicht alle Experten teilen die Panik der Investoren, meldet «CNN Business». Nick Dempsey von Barclays bezweifelt, dass generische KI-Modelle branchenspezifische Expertise ersetzen können.

    anthropic pentagon claude
    Nach dem Pentagon-Rauswurf überholt Claude von Anthropic ChatGPT und steht nun auf Platz eins im App Store. - keystone

    Analysten von Aurelion Research werten den Ausverkauf als sentimentgetrieben aufgrund von KI-Unsicherheit. Ob sich die aktuelle Angst als berechtigt erweist, bleibt abzuwarten.

    Aktuelle Zahlen zeigen jedoch: Nur 71 Prozent der Softwarefirmen im S&P 500 übertrafen die Umsatzerwartungen. Bei Tech-Konzernen waren es jedoch insgesamt 85 Prozent, berichtet «AInvest».

    Kommentare

    User #3105 (nicht angemeldet)

    Wir erinnnern uns vage vielleicht an die Dot. Com. Blase. So wahnsinnig intelligent ist die KI fuer den Hausgebauch noch nicht.

    User #3057 (nicht angemeldet)

    6% Minus? Panik? Was sind das für "Anleger", die wegen sowas in Panik geraten??

    Weiterlesen

    KI Anthropic
    OpenAI-Rivale
    Sam Altman elon musk
    2 Interaktionen
    Heftige Reaktion
    1 Interaktionen
    San Francisco

    MEHR IN NEWS

    selenskyj
    Selenskyj
    wadephul
    1 Interaktionen
    In New York
    Wasserversorgung Goldingen-Meilen
    58 Interaktionen
    Seit 100 Jahren

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    Washington/Peking
    album taylor
    4 Interaktionen
    Neue Single
    albanien Tiktok
    2 Interaktionen
    Limit