Krypto unter Druck – Ist der Crash bereits vorbei?
Krypto bleibt 2026 unter Druck: Bitcoin verliert deutlich an Wert, während Experten mögliche Auslöser für eine Erholung beobachten.

Der Bitcoin-Kurs steht 2026 weiter unter Druck. Laut dem Finanzanalyse-Unternehmen «Morningstar» verlor die grösste Kryptowährung des Marktes bisher rund 25 Prozent.
Nach dem Anstieg auf über 126'000 US-Dollar im Oktober 2025 fiel Bitcoin zeitweise bis an die Marke von 60'000 US-Dollar. Analysten sehen darin jedoch keinen eindeutigen strukturellen Zusammenbruch.
Die US-Regulierung, die Geldpolitik der Federal Reserve und die Zwischenwahlen zählen im November zu den wichtigsten Faktoren für Bitcoin.
Krypto verliert durch ETF-Abflüsse an Schwung
Der jüngste Rückgang unterscheidet sich laut Analysten von früheren Krypto-Crashs. Statt interner Probleme im Kryptosektor standen vor allem höhere Anleiherenditen und eine geringere Risikobereitschaft im Fokus.
Zusätzlicher Verkaufsdruck entstand durch Abflüsse aus US-Spot-ETFs. Innerhalb von sechs Wochen bis zum 17. Juli flossen demnach rund 2,7 Milliarden US-Dollar aus diesen Produkten ab.
Gleichzeitig verlagerte sich ein Teil des Kapitals von Privatanlegern in den Bereich Künstliche Intelligenz. Chris Perkins von Franklin Crypto erklärte laut «Morningstar», dass institutionelle Strukturen im Kryptobereich dennoch weiter ausgebaut würden.
Krypto bleibt ein volatiler Markt mit grossen Chancen und Risiken
Neben den Kursverlusten zeigt sich eine Bereinigung bei Krypto-Projekten. Der «RootData» zufolge gelten 2026 bereits 99 Projekte als eingestellt, insolvent oder dauerhaft inaktiv.
Betroffen sind verschiedene Bereiche wie Börsen, Wallets, DeFi-Anwendungen und Infrastruktur-Anbieter. Auch bekannte Namen wie BitMart und BitMEX stehen laut der «Bitcoin Foundation» im Zusammenhang mit dieser Entwicklung.
Die Schliessungen werden unter anderem mit sinkender Liquidität, steigenden Anforderungen und fehlenden nachhaltigen Geschäftsmodellen verbunden. Investoren achten zunehmend auf Faktoren wie Nutzerzahlen, Einnahmen und tatsächliche Nachfrage.
Krypto steht weiterhin im Fokus der Anleger
Parallel dazu gewinnen Krypto-basierte Finanzprodukte an Bedeutung. Die «CoinDesk» berichtet, dass sogenannte Perpetual Futures zunehmend genutzt werden, um Risiken auch ausserhalb klassischer Handelszeiten abzusichern.
Die rund um die Uhr handelbaren Produkte ermöglichen Marktteilnehmern neue Möglichkeiten. Besonders am Wochenende bieten sie eine Alternative zu traditionellen Börsen, die geschlossen sind.

Institutionelle Händler beobachten diese Entwicklung aufmerksam. Gleichzeitig bleiben geringe Liquidität und fehlende Infrastruktur Herausforderungen für eine breitere Nutzung.


















