Bitcoin steigt auf 65'000 Dollar – Ölpreise geben nach
Bitcoin überschreitet wieder 65'000 Dollar. Sinkende Ölpreise und eine bessere Marktstimmung treiben die Kryptowährung nach oben.

Bitcoin hat nach einer verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten wieder die Marke von 65'000 Dollar erreicht. Auslöser sind unter anderem fallende Energiepreise und Signale einer möglichen Entspannung im Nahen Osten.
Laut der «Trending Topics» stieg Bitcoin zuletzt auf rund 65'500 Dollar. Auch andere grosse Kryptowährungen profitierten, darunter Ethereum, Solana und XRP
Die Entwicklung folgte auf eine vorsichtigere Lage zwischen den USA und Iran. Nach dem Ausbleiben weiterer Luftschläge reagierten die Märkte mit einer höheren Nachfrage nach Risikoanlagen.
Ölpreise fallen, Aktienmärkte ziehen an
Besonders deutlich zeigte sich die Bewegung am Energiemarkt. WTI-Futures gaben um etwa fünf Prozent auf rund 85 Dollar nach, während Brent-Rohöl um 4,7 Prozent auf 92,19 Dollar fiel.
Gleichzeitig legten die Futures auf wichtige US-Indizes zu. Die Kontrakte auf Nasdaq und S&P 500 gewannen jeweils rund ein halbes Prozent, wie die «Trending Topics» schreibt.
Die Finanzmärkte reagieren damit auf die Aussicht einer möglichen Stabilisierung zwischen Washington und Teheran. Ob daraus ein längerfristiger diplomatischer Prozess entsteht, bleibt jedoch offen.
Fed-Sitzung bleibt wichtiger Kurstreiber
Auch politische Entwicklungen in den USA beeinflussen derzeit den Kryptomarkt. Fortschritte sorgten beim geplanten US-Clarity-Act für zusätzliche Unterstützung beim Bitcoin-Kurs, wie das «N-TV» berichtet.
Neben geopolitischen Faktoren rücken die Entscheidungen der US-Notenbank in den Mittelpunkt. Marktteilnehmer erwarten die Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli mit besonderer Aufmerksamkeit.
Giottus-CEO Vikram Subburaj erklärte laut der «CoinDesk», dass der niedrigere Brent-Preis den Druck durch Inflationssorgen teilweise verringern könne. Gleichzeitig bleibe die Geldpolitik der Fed ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.
Ethereum zeigt stärkere Entwicklung
Zusätzliche Unterstützung erhält die Kryptowährung durch die Entwicklung bei börsengehandelten Fonds. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt sieben Handelstage in Folge Nettozuflüsse von insgesamt 981 Millionen US-Dollar.
Neben Bitcoin entwickelte sich vor allem Ethereum positiv. Die zweitgrösste Kryptowährung legte nach Marktkapitalisierung um mehr als drei Prozent zu.

Analysten sehen der «Trending Topics» zufolge darin Hinweise auf eine mögliche Rotation in alternative Kryptowährungen. Die weiterhin hohe Bitcoin-Dominanz von rund 58,6 Prozent zeigt jedoch, dass bisher keine breite Altcoin-Rally gestartet ist.
Bitcoin: Historische Zyklen beschäftigen die Anleger
Auch langfristige Bitcoin-Zyklen bleiben ein Thema unter Marktbeobachtern. Joao Wedson, Gründer und CEO der Analysefirma Alphractal, verwies laut der «CoinDesk» auf historische Muster nach Bitcoin-Halvings.
Nach seiner Analyse lagen zwischen vergangenen Halvings und späteren Tiefpunkten häufig rund 900 Tage. Der aktuelle Zyklus befinde sich demnach bei etwa 827 Tagen.
Im Fokus der Anleger steht nun die weitere Entwicklung der Situation zwischen den USA und Iran. Zudem warten die Märkte auf Signale der US-Notenbank zur künftigen Zinspolitik.















