KI-Modell findet seit Jahren schlummernde Software-Schwachstellen

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USA,

Das neue KI-Modell des OpenAI-Rivalen Anthropic hat unter anderem eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in einem viel genutzten Betriebssystem gefunden. Jetzt wollen auch andere Unternehmen davon profitieren.

Das KI-Modell von Anthropic mit dem Namen Mythos ist nicht allgemein zugänglich. (Archivbild)
Das KI-Modell von Anthropic mit dem Namen Mythos ist nicht allgemein zugänglich. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Patrick Sison

Das neue KI-Modell ist so gut darin, bisher unentdeckte Software-Schwachstellen zu finden, dass es in den falschen Händen zu einer verheerenden Cyberwaffe werden könnte. Deshalb macht Anthropic es nicht öffentlich, sondern lässt Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft damit Sicherheitslücken in deren Programmen stopfen.

Das KI-Modell Claude Mythos Preview fand unter anderem eine 27 Jahre alte Schwachstelle im als besonders sicher geltenden Betriebssystem OpenBSD, wie Anthropic mitteilte. Insgesamt habe man mit Mythos bereits «tausende» schwerwiegende Schwachstellen entdeckt – darunter in jedem breit genutzten Betriebssystem und Webbrowser. In der Videosoftware FFmpeg spürte das Modell eine seit 16 Jahren schlummernde Lücke auf.

Mythos Preview sei auch in der Lage gewesen, binnen weniger Stunden Programme zum Ausnutzen dieser Schwachstellen zu entwickeln – für die Experten nach eigenem bekunden mehrere Wochen gebraucht hätten.

Einer frühen Version der Software wurde in einem Versuch die Aufgabe gestellt, aus einer abgeschirmten Computer-Umgebung auszubrechen und das dem Tester zu melden. Die Software umging laut Anthropic die Sicherheitsvorkehrungen, verschaffte sich selbst weitreichenderen Internet-Zugang und schickte dem Mitarbeiter eine für ihn überraschende E-Mail, während er mit einem Sandwich im Park sass.

Die Firma habe das Modell nicht speziell darauf trainiert, das alles zu können, hiess es weiter. Mit dem schnellen Fortschritt bei Künstlicher Intelligenz sei davon auszugehen, dass solche Fähigkeiten recht bald auch Online-Angreifern zur Verfügung stehen könnten, warnte Anthropic.

In einer Kooperation mit dem Namen «Project Glasswing» sollen deshalb Unternehmen Zugang zu Mythos bekommen, um Sicherheitslücken in ihrer Software zu finden. Anthropic plane nicht, Mythos allgemein zugänglich zu machen. Unter den weiteren Kooperationspartnern sind die Linux-Stiftung, die IT-Sicherheitsfirmen Crowdstrike und Palo Alto Networks sowie der Netzwerk-Spezialist Cisco.

Anthropic ist vor allem bekannt für die KI-Software Claude, die mit ChatGPT von OpenAI konkurriert. Zuletzt geriet die Firma durch einen Streit mit dem Pentagon in die Schlagzeilen: Anthropic lehnte den Einsatz seiner KI in autonomen Waffen oder zur Massenüberwachung in den USA ab. Das Verteidigungsministerium erklärte Anthropic daraufhin zu einem Lieferketten-Risiko, was dem Unternehmen den Weg zu Geschäften mit der US-Regierung weitgehend versperren würde. Anthropic geht dagegen vor Gericht vor.

Kommentare

User #1758 (nicht angemeldet)

Mit dieser Erkenntnis müssen wir nicht mehr auf die Folgen des Klimawandels warten, der Untergang ist eingeläutet, die KI braucht keine analogen Wesen für die rechtfertigung ihrer Existenz! Es sei denn die Gesetzgebung wird endlich auf diese kommenden Probleme angesetzt, ist aber bloss Wunschdenken, weil Geld geht vor Leben!

User #2992 (nicht angemeldet)

Mit Ki lassen sich neue Therorien rasch generieren auch die deren genaue Bezeichnung nicht genannt werden kann. Aber ihr habt schon V erstanden.

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