Ebola – Mehr als 8000 bestätigte Fälle im Kongo
Ebola breitet sich im Kongo weiter aus: Mehr als 8000 Fälle sind bestätigt, rund 3900 Menschen starben bislang an der Infektion.

In der Demokratischen Republik Kongo haben sich inzwischen mehr als 8000 Menschen nachweislich mit Ebola infiziert. Rund 3900 Menschen sind nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit dem Ausbruch gestorben, schreibt der «Spiegel».
Damit gilt der Ausbruch als grösster und tödlichster Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes. Auch der «BRF» berichtet unter Berufung auf offizielle Angaben von rund 8000 Infizierten und 3900 Todesfällen.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat sich das Virus zuletzt auf weitere Regionen im Nordosten des Landes ausgebreitet. Insgesamt sind inzwischen 63 Gesundheitszonen in sieben Provinzen betroffen, schreibt die «Zeit» unter Berufung auf die WHO.
Ebola breitet sich auf weitere Gebiete im Kongo aus
Neu hinzugekommen sind Bulu in der Provinz Sud-Ubangi und Dungu in Haut-Uele. Die Provinz Haut-Uele grenzt an den Südsudan, wodurch sich das geografische Ausbreitungsgebiet des Ausbruchs weiter vergrössert.
Bis zum 23. September meldete der Kongo laut WHO 7890 bestätigte Ebola-Fälle und 3799 Todesfälle. Diese Zahlen stammen aus dem von der «Zeit» wiedergegebenen WHO-Lagebericht und beziehen sich auf diesen Datenstand.
Verursacht wird der aktuelle Ausbruch durch das seltene Bundibugyo-Virus. Für diesen Virustyp gibt es bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezifische Therapie, so der «Spiegel» weiter.
Ebola: Konflikte erschweren die Eindämmung des Ausbruchs
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus verwies auf weitere Schwierigkeiten bei der Eindämmung des Ausbruchs. Konflikte und Vertreibungen erschwerten den Zugang zu betroffenen Gemeinden und die Suche nach möglichen Kontaktpersonen, berichtet die «Zeit».
Auch beengte Lebensverhältnisse können nach Angaben der WHO die Übertragung des Virus begünstigen. Gleichzeitig gingen die Fallzahlen insgesamt zurück, während sich Kontaktverfolgung, sichere Bestattungen und die Einbindung der Bevölkerung verbessert hätten
Die WHO arbeitet unterdessen an klinischen Studien zu Impfstoffen und Therapien gegen den Bundibugyo-Typ. In der Provinz Ituri wurden dafür 20'000 Dosen des Impfstoffs Ervebo bereitgestellt.
Ebola-Impfstoff wird gegen Bundibugyo-Variante getestet
Der Impfstoff ist bislang nur für die Zaire-Variante des Ebola-Virus zugelassen. Die klinische Studie soll Erkenntnisse darüber liefern, ob Ervebo auch gegen die derzeit zirkulierende Bundibugyo-Variante Schutz bieten kann.
Getestet werden soll der Impfstoff zunächst an Beschäftigten im Gesundheitswesen. Diese gehören zu den Menschen mit besonders hohem Risiko einer Ansteckung.

Tedros forderte angesichts des Ausbruchs zugleich eine stärkere Vorbereitung auf künftige Gesundheitsnotfälle. Die WHO mahnt laut der «Zeit» insbesondere zu einer verbesserten Pandemievorsorge und frühzeitiger Vorbereitung.
















