Der schwedische Modekonzern H&M zieht sich aus Russland zurück. Das hat der Konzern heute bekannt gegeben.
Ein geschlossener H&M-Shop in Moskau: Der Detailhändler zieht sich aus Russland zurück (Bild vom März).
Ein geschlossener H&M-Shop in Moskau: Der Detailhändler zieht sich aus Russland zurück (Bild vom März). - sda - KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die H&M-Gruppe zieht sich aus Russland zurück.
  • Nach dem Ukraien-Einmarsch hatte H&M erst nur seine russischen Filialen geschlossen.

Angesichts der aktuellen operativen Herausforderungen und einer unvorhersehbaren Zukunft habe die H&M-Gruppe entschieden, die Abwicklung ihrer Geschäfte in dem Land einzustellen. Das teilte der Konzern am Montag in Stockholm mit.

«Nach sorgfältiger Überlegung betrachten wir es angesichts der aktuellen Situation als unmöglich, unser Geschäft in Russland fortzusetzen», sagte H&M-Chefin Helena Helmersson.

Seit 2009 in Russland

Ihr Konzern rechnet damit, dass die gesamte Abwicklung schätzungsweise zwei Milliarden schwedische Kronen kosten wird - umgerechnet sind das knapp 190 Millionen Euro. Zu spüren sein wird der Rückzug demnach in Form von Einmalkosten im dritten Quartal 2022.

Die H&M-Gruppe ist nach eigenen Angaben seit 2009 in Russland aktiv. Zu ihr zählen neben der Modekette Hennes & Mauritz auch weitere Marken wie COS, Weekday und Arket. Bereits Anfang März und somit wenige Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatte die Gruppe bekanntgegeben, seinen Verkaufsbetrieb in dem Riesenreich bis auf Weiteres einzustellen. Im Zuge des Abwicklungsprozesses sollen die Filialen nun vorübergehend und zeitlich begrenzt wiedereröffnet werden, um Restbestände zu verkaufen.

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