Görtz-Pleite: Deutscher Schuhhändler auch in Österreich insolvent
Der Traditionsschuhhändler Görtz ist in Deutschland und nun auch in Österreich pleite. Sanierungspläne sollen den Fortbestand sichern.

Die deutsche Ludwig Görtz GmbH meldete im Januar 2025 erneut Insolvenz an. Bereits 2023 war ein erstes Insolvenzverfahren mit Investoreneinstieg beendet worden, berichtet die «Tagesschau».
In Österreich ist die Tochterfirma GAT Retail GmbH zahlungsunfähig. Das Handelsgericht Wien eröffnete das Insolvenzverfahren, inklusive Sanierungsplan mit dem Ziel, sieben Filialen und 60 Arbeitsplätze zu erhalten, so «T-Online».
Görtz-Pleite: Ursachen und aktuelle Lage
Die finanziellen Schwierigkeiten in Österreich resultieren aus der instabilen Lage der Muttergesellschaft in Deutschland. Lieferengpässe und erhöhte Personalkosten belasten zusätzlich, erläutert der Kreditschutzverband.

In Deutschland konnte Insolvenzverwalter Dr. Gideon Böhm trotz schwieriger Umstände drei Filialen veräussern. Andere Standorte, etwa in Dresden und Oldenburg, bleiben geöffnet, berichtet «Fashion Today».
Herausforderungen bei Filialübernahmen
Die schwierige Lage wird durch hohe Mietforderungen und fehlendes Eigentum erschwert. Markenrechte gehören nicht zur insolventen Gesellschaft, was die Investorensuche zusätzlich behindert, so «Shoez».
Trotz allem bleibt Hoffnung auf Sanierung. Die Gehälter der österreichischen Mitarbeiter sind bis Juli 2025 gesichert, während ein Restrukturierungsplan bereits vorliegt, teilt der Gläubigerschutzverband AKV mit.
Görtz kämpft um seine Zukunft. Experten sehen die Pleite als Folge von Marktveränderungen und hoher Kostenlast insbesondere in Innenstadtlagen.