Gold beendet Verlustserie – jetzt rücken 4450 Dollar näher
Gold steigt wieder über 4400 Dollar. Schwache US-Arbeitsmarktdaten und ein nachgebender Dollar stützen den Preis.

Der Goldpreis beendete am Mittwoch seine dreitägige Verlustserie. «Der Aktionär» berichtet von einem Tagesgewinn von rund einem Prozent.
Am Donnerstag setzte sich die Erholung zunächst fort. Laut der «TradingKey» stieg Spot-Gold zeitweise auf 4406,89 Dollar je Feinunze.
Damit rückt die nächste Kursmarke näher. Die «Finanztrends» nennt 4450 Dollar als nächsten Bereich, den die Käufer anvisieren.
Schwache US-Daten stützen Gold
Der private US-Arbeitsmarkt entwickelte sich im August schwächer als erwartet. Nach Angaben der «TradingKey» entstanden lediglich 38'000 neue Stellen.
Die Zahl lag deutlich unter den Erwartungen von 47'000 bis 48'000 Stellen. Zugleich gaben der US-Dollar und die Renditen amerikanischer Staatsanleihen nach.

Für Gold sind niedrigere Zinserwartungen grundsätzlich unterstützend. Die «TradingKey» verweist auf die sinkenden Opportunitätskosten für ein Edelmetall ohne laufende Zinserträge.
Fed zwischen Zinssorgen und geopolitischem Goldtreiber
Die Signale aus der US-Notenbank bleiben jedoch unterschiedlich. «Der Aktionär» verweist dabei auf Aussagen von John Williams und Kevin Warsh.
Auch die Spannungen zwischen den USA und Iran beeinflussen den Goldmarkt. Die «Finanztrends» sieht darin einen zusätzlichen Faktor für die Nachfrage nach Edelmetallen.
Gleichzeitig können höhere Ölpreise den Inflationsdruck verstärken. Dadurch könnten Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Fed entstehen.
US-Arbeitsmarkt und niederländische Goldreserven im Fokus
Am Freitag stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für August an. Die «TradingKey» sieht schwache Zahlen als möglichen Auslöser für stärkere Zinssenkungserwartungen.
Parallel zur Preisentwicklung sorgt die niederländische Zentralbank für Aufmerksamkeit. Zwischen März und August verliessen rund 86 Tonnen Gold New York und Ottawa.
Wie «Der Aktionär» berichtet, wurden gut 27 Tonnen physisch nach Zeist gebracht. Eine weitere Menge wurde in London gegen normgerechte Barren getauscht.
Niederlande verlagern Goldreserven nach Europa
Der niederländische Goldbestand umfasst insgesamt 612,4 Tonnen. Nach der Transaktion liegen 32,1 Prozent in London und 30,8 Prozent in Zeist.
Jeweils 18,5 Prozent befinden sich weiterhin in New York und Ottawa. Der nordamerikanische Anteil sinkt damit von rund 51 auf 37 Prozent.
Auch Frankreich veränderte zuvor die Zusammensetzung seiner Goldreserven. Zwischen Juli 2025 und Januar 2026 wurden rund 129 Tonnen Gold ersetzt.
Frankreich und Deutschland setzen auf unterschiedliche Goldstrategien
Die Banque de France verkaufte das Gold in New York. Anschliessend wurden normgerechte Barren in Europa gekauft, wie «Der Aktionär» schreibt.
Die französischen Goldreserven blieben insgesamt unverändert. Der Vorgang führte zu einem Buchgewinn von 12,8 Milliarden Euro.

Deutschland verfolgt weiterhin eine andere Lagerstrategie. 51 Prozent der Bundesbank-Reserven liegen in Frankfurt und rund 37 Prozent in New York.
















